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TAZARA ... mit der Eisenbahn durch die Weltgeschichte © KJS / 2009
Bilderberg-Pate Kissinger www.bilderberg.org
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Dag — entschuldige! Wir haben ja ganz vergessen, daß du der erste bei uns an Bord warst, der sich mit einem Friedensnobelpreis schmücken konnte — äh — hätte schmücken können.
Dir war er posthum verliehen worden, noch im selben Jahr, da du aus dem Himmel Afrikas stürztest! Du hattest gar keine Gelegenheit, dich dazu zu äussern ...
Zu Beginn deiner Amtszeit hatten dir viele nicht die Härte zugetraut, die wohl zur Lösung internationaler militärischer Konflikte erforderlich ist.
1955 wich die Skepsis dem Respekt. Nach dem Koreakrieg hielten chinesische Kommunisten amerikanische Flieger gefangen. Zwei Wochen lang verhandeltest du in Peking, um Mao Tse-tung zur Freigabe zu bewegen. Erfolglos wie es schien. Du musstest unverrichteter Dinge abreisen. Wenige Wochen später erfüllte dir China die Bitte. Dem chinesischen Gesandten in Schweden hattest du gesagt, die Freilassung sei dein größter Geburtstagswunsch ...


2 Heute ist uns — Gott und mir — etwas gelungen. Besser gesagt: Gott war es, der baute, und ich stand unten mit dem Malereimer und rief zu ihm hinauf.

Wirst du uns sagen, ob du ihn angenommen hättest, den Friedensnobelpreis?

„Nun, ich fühle mich wohl unter den jungen Leuten hier, und ich bin beeindruckt von ihrem journalistischen Gespür. Vielleicht kann ich ein wenig aushelfen mit ein paar Einschätzungen aus meiner Erfahrung ...
Sehen Sie, auch die BBC scheint nicht begriffen zu haben, was dieser Bilderberg-Vorsitzende tatsächlich bestätigt hat, jedenfalls ist seine Äusserung seinerzeit nicht in ihrer ganzen Bedeutung kommentiert worden.
Bei der Bilderberg-Konferenz des Jahres 2002 in Chantilly im amerikanischen Bundesstaat Virginia haben nach seinen Worten dort anwesende Steuerleute der globalen Wirtschaft grünes Licht für einen zweiten Krieg gegen den Irak gegeben!
Monsieur Davignon hat sich ausdrücklich auf den Irak bezogen, als er davon sprach, die Beziehungen zwischen einigen europäischen Ländern seien nicht die besten in der Welt gewesen — ich schlage den jungen Rechercheuren vor, das noch einmal in der originalen englischen BBC-Veröffentlichung vorzuführen — können wir das noch einmal bekommen?“

Asked for examples of how a discussion at Bilderberg had helped end a blockage on an international issue, Davignon said that over Iraq, “Relations between some European countries were not the best in the world – (but) the fact that the business community felt they would not be distracted from their long-term strategy in relation to this was a useful element.”

“Nun, es ist ganz klar: er bezieht die ‚schlechten Beziehungen zwischen einigen europäischen Staaten‘ auf das Thema Irak. Gesichert ist die Tatsache, daß die Irak-Frage auf der Tagesordnung der Bilderberg-Gruppe bei ihrem Treffen im Jahr 2002 stand.
Was Monsieur Davignon in dem BBC-Interview von 2005 tatsächlich mitteilte, ist: die Blockade jener europäischen Länder, die ein militärisches Vorgehen gegen den Irak nicht wünschten, sei dadurch beendet worden, daß Führer der Geschäftswelt signalisiert hätten, ihre langfristigen Ziele würden dadurch nicht beeinträchtigt!
Die Bilderberg-Gruppe hatte im September 2002 getagt. Schon Ende desselben Jahres verlegten die U.S.A. und Grossbritannien Truppen in die Golfregion, um die Invasion des Irak vorzubereiten.
Gemäss der UN-Charta ist der Einsatz militärischer Gewalt nur im Falle einer Befugnis durch den Sicherheitsrat als legitim anzusehen. Diese Befugnis erfolgte nicht!
Dennoch begann die Invasion im März 2003 ohne offizielle Kriegserklärung — ein halbes Jahr nach dem Bilderberg-Treffen in den U.S.A. ...
Die Invasion endete im April desselben Jahres mit der Kapitulation der irakischen Streitkräfte. Dies hatte jedoch keineswegs die Befreiung des Landes und die Einstellung der Kampfhandlungen zur Folge, da das Land nun von Streitkräften der U.S.A., Grossbritanniens sowie der Bündnispartner einer sogenannten ‚Koalition der Willigen’ besetzt wurde.
Zu den ‚Unwilligen‘ gehörten einige enge Verbündete der U.S.A., wie etwa Deutschland und Frankreich, aber auch Belgien, sowie neutrale Staaten wie Österreich. Sie stellten sich einer militärischen Intervention entgegen, obwohl sie das irakische Regime sehr ähnlich beurteilten. Hauptbegründungen für diesen Schritt waren die fehlende völkerrechtliche Legitimation und der fehlende Nachweis für eine Bedrohung durch irakische Massenvernichtungswaffen ...
An der Tagung der Bilderberg-Gruppe im September 2002 hatte übrigens auch der amerikanische Verteidigungsminister Donald Rumsfeld teilgenommen — vier Positionen vor Louis Schweitzer auf der Namensliste, die von der Schüler-Arbeitsgemeinschaft hier schon zitiert worden ist ...
Da Henry Kissinger zu dem kleinen Komittee gehört, das für Bilderberg jährlich die Liste der Einzuladenden zusammenstellt, muss er bei Donald Rumsfeld über seinen eigenen Schatten gesprungen sein, denn spätestens seit 1976 waren beide, wie man auf deutsch sagt, ‚spinnefeind‘. Damals hatte Rumsfeld als Verteidigungsminister von Gerald Ford den kometenhaften Aufstieg von Henry Kissinger im Weissen Haus unter anderem mit Mitteln des Rufmordes gestoppt, um dessen Positionen mit Leuten seines Vertrauens zu besetzen ...“

SCHÜLER 3:
Im Rahmen unseres Auftrages, auch die Materie dieses Friedensnobelpreisträger zu untersuchen, können wir ein paar passende Recherche-Ergebnisse liefern!

Rumsfeld caught dining with Kissinger / RAW STORY
Originally published on Monday December 12, 2005

Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und Präsident Nixons ehemaliger Aussenminister sowie Politik-Architekt des Vietnam-Krieges, Henry Kissinger, wurden vergangenen Donnerstag beim gemeinsamen Abendessen in Washingtons Bistro ‚Bis‘ gesehen ...
Der frühere Aussenminister kam zuerst an und wartete gute fünfzehn Minuten auf Rummy. Während dieser Zeit bestellte er sich als Drink eine ‚Virgin Mary‘. (Wer weiss, Kissinger wollte vielleicht nüchtern bleiben, um sich an den Moment erinnern zu können, zu dem Rumsfeld sich eventuell für den Anwurf vor längerer Zeit entschuldigen würde, Kissinger sei zu langsam, um sich aus Vietnam zurückzuziehen.)
Rummy trank Weisswein, und es schien, beide hatten ein „brüderliches, nettes, entspanntes Abendessen“, so berichtete Angela Phelps, Direktorin für Öffentlichkeitsarbeit bei ‚Regnery Publishing‘, die am nächsten Tisch sass. Phelps sagte, als beide aufstanden, um ‚Bis‘ zu verlassen, seien sie fast von Leuten überrannt worden, die Bilder knipsen und quatschen wollten.
Es wurde deutlich, daß Anhänger von Rumsfeld bei ‚Bis‘ zu Abend essen. Einer seiner früheren Mitarbeiter im Kongress, hielt Rumsfeld zurück, um ihm zu sagen, wie sehr er die Anstrengungen seines Ministeriums im Irak unterstütze und schätze.
Phelps machte klar, daß sie genauso denkt. Sie sagte Rumsfeld, daß ihre Mutter aus dem Irak stamme, und daß ihr Vater dreissig Jahre in der Armee gedient habe, sie alle seien grosse Fans von Rummy ...

„Clever! Wenn man sich auf diesem Niveau von Machtausübung befindet, gibt es nicht mehr private Abendessen in einem öffentlichen Restaurant. Es gibt nur Drehbücher dafür. Das hier scheint Rumsfelds Lager geschrieben zu haben.
Und ... in den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es keine originalen Amerikaner, sondern nur Einwanderer — wenn man von den durch diese Einwanderer eingerichteten Reservaten für Indianer absieht, und davon, daß Vorfahren der schwarzen Amerikaner nicht freiwillig einwanderten.
Henry Kissinger, Donald Rumsfeld, aber auch Mr. John D. Rockefeller Jr. bei uns hier haben zum Beispiel ihre Wurzeln in Deutschland ... das ist doch richtig, Mr. Rockefeller?“
„Nun, wie Sie wissen, sind wir Amerikaner stolz auf unsere Vorfahren in Übersee. Es gibt ja nicht bloss bei schwarzen Amerikanern den Trend, nach eigenen Wurzeln zu fahnden, auch wenn das im Mittelpunkt des Medieninteresses stand, seit ‚ROOTS‘ ein Bestseller war ...“
„Es ist wenige Wochen her, da wurde weltweit der Tatsache gedacht, daß vor zweihundert Jahren, am 25. März 1807, durch ein Gesetz des britischen Parlaments der Handel mit Sklaven aus Afrika verboten wurde ... Die einen kamen nach Amerika als Sklaven, die anderen als Herren?“
„Motivation für die Auswanderer aus Europa war damals meist wirtschaftliche Not, selten Pioniergeist, das sollten Sie wissen, Mr. Hammarskjöld, denn auch viele Schweden waren davon betroffen! Unser erster belegter Vorfahre ist Goddart Rockenfeller, geboren 1590 in Fahr, heute Neuwied. Unsere Genealogen haben herausgefunden, daß der Name eine Herkunftsbezeichnung ist, die sich von dem Namen der Siedlung Rockenfeld ableitet, 1280 erstmals urkundlich erwähnt als Rukenvelt, wegen der Lage auf dem Höhenrücken zwischen Westerwald und Rhein.“

SCHÜLER 1:
Heute gehört Rockenfeld zum Neuwieder Stadtteil Feldkirchen; der Ort wurde aufgegeben, 1995 wurde das letzte Haus abgerissen.
Goddarts Enkel Johann Peter und sein Urenkel Johann Thiell wanderten mit ihren Familien in der ersten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts nach New Jersey und New York aus. Dort nannten sie sich Rockefeller ...

Und Ihr Sohn, Mr. Rockefeller, derjenige, der nach dem Ludlow-Massaker von 1915 geboren wurde, David Rockefeller, ist ja zu einem der einflussreichsten Bankiers der Welt geworden. In unserem Zusammenhang interessant: neben Henry Kissinger ist er bei der Bilderberg-Gruppe ebenfalls zuständig für die Auswahl der Gäste ... und er ist natürlich selber immer wieder Teilnehmer.

SCHÜLER 2:
Doch es gilt noch zu klären, was im Verhältnis zwischen Rumsfeld und Kissinger passiert war, bevor sich beide medienwirksam in einem Restaurant trafen.
Das ist es, was wir herausfanden:
Drei Jahre vor jenem denkwürdigen Abendessen im Washingtoner ‚Bis‘, hatte U.S.-Präsident George W. Bush Henry Kissinger beauftragt, die Untersuchung zu leiten, mit der mögliches Fehlverhalten amerikanischer Behörden vor und bei den Anschlägen vom 11. September 2001 geklärt werden sollte. Nur einen halben Monat später erklärte Kissinger seinen Rücktritt von dieser Aufgabe.

By Adam Entous
WASHINGTON (Reuters)
13 December 02

Unter Druck geraten wegen möglicher Interessenkonflikte, hat der frühere U.S.-Aussenminister Henry Kissinger unerwartet seinen Rücktritt als Vorsitzender einer unabhängigen Kommission zur Untersuchung möglichen Fehlverhaltens der Regierung bei den Anschlägen vom 11. September erklärt.
„Das ist für mich natürlich ein Moment der Enttäuschung ... Ich hoffe, daß durch meine Entscheidung, jetzt beiseite zu treten, die Kommission ihre Arbeit ohne weitere Kontroverse fortsetzen kann“, erklärte Kissinger am Freitag in einem Brief an Präsident George W. Bush, der ihn für diese Spitzenposition nominiert hatte. Die Ankündigung, die dem Rücktritt des früheren demokratischen Senators George Mitchell als Vizepräsident der Kommission folgte, bringt die Untersuchung der Ereignisse vom 11. September völlig durcheinander.
Kissingers Nominierung hatte erhebliche Kontroversen entfacht — wegen der von ihm bestimmten Politik während des Vietnamkrieges, wegen der Bombardierung Kambodschas, und wegen seiner Geschäfte als hochbezahlter privater internationaler Berater ...

„Nun, in der Beratungsfirma ‚Kissinger Associates‘ wird Diskretion großgeschrieben: Kissinger verzichtete lieber auf den Posten, als seine Kundenliste preiszugeben.
Drei Jahre später: Wir befinden uns mitten im zweiten Irak-Krieg, den Bush und Rumsfeld gegenüber der Weltöffentlichkeit unter anderem mit dem Kampf gegen die Urheber des Terrors vom 11. September 2001 und deren angeblicher Verbindung zu Iraks Diktator Hussein begründet haben. Als Koordinator der Bilderberg-Gruppe und loyaler Akteur der Rockefeller-Interessen kennt Kissinger die wahren Ziele der Bush-Administration: das Öl des Irak und den Versuch, ein neues anglo-amerikanisches Bündnis zu schmieden.
Im selben Jahr ein Dezember-Dinner in Washington: Rumsfeld trifft Kissinger — ‚brüderlich, nett, entspannt‘ ...“

Was ist nach Deiner Meinung passiert, Dag?

„Rumsfeld hat lernen müssen! Mit einem öffentlich zelebrierten Versöhnungsakt unterwirft er sich dem Bilderberg-Paten. Er wird zur Disposition stehen — sogar Bush wird zur Disposition stehen, falls etwas schief geht im Irak — Kissinger hat noch nie zur Disposition gestanden! ... Übrigens auch nicht Sie, Mr. Annan! Sie sind, und das ist weitgehend unbekannt, vom Posten als Generalsekretär der Vereinten Nationen keineswegs einfach in Rente gegangen — wie das hier einmal erwähnt wurde. Sie sind vielmehr an die Spitze eines mächtigen, globalen Netzwerks gerückt worden ...“


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