KAPITEL
5
"Ihr Vater, Mr. Rockefeller, führte
seit 1859 mit seinem Partner Clark eine
erfolgreiche Handelsfirma in Cleveland.
Hauptprodukte waren Getreide und Fleisch.
1862 sah er seine Chance im boomenden
Ölraffinerie-Business und gründete die
Firma Andrews, Clark & Company, die
einen rapiden Expansionskurs einschlug.
Um schneller wachsen zu können, zahlte
er schon 1865 seine Partner aus und
investierte alle Profite und Kredite in
den weiteren Ausbau.
Mit Hilfe seines Bruders William, der
später eine steile Karriere als Bankier
machte, und seinem lebenslangen
Geschäftspartner Henry Flagler gründete
er dann 1867 die Firma Rockefeller,
Andrews & Flagler, die schon im
folgenden Jahr zu den grössten
Raffinerien der Welt zählte ..."
tazara tazara tazara
...
...
und auch in der Geschichte des
Rockefeller-Imperiums spielte die
Eisenbahn eine gewichtige Rolle ...
REGIE!!!
Wir blenden gleich das Bild ein, meine
Herren, bei der nächsten
Tunnel-Durchfahrt nicht in Öl
gemalt, sondern ein historisches
Schwarz-Weiss-Foto aufgenommen am
10. Mai 1889 in Promontory Point
im US-Bundesstaat Utah ...
tazara
tazara tazara ...
ACHTUNG TUNNEL! ...
PROJEKTION!
Links mit breitem, trichterförmigem
Schornstein sehen wir die eine Dampflok
sie kam aus Sacramento ... Rechts
mit schmal aufragender, eleganter Esse,
sehen wir die andere Dampflok sie
kam aus Omaha ...
Die pazifische und die atlantische Küste
der Vereinigten Staaten von Amerika waren
an diesem Tag zum erstenmal durch eine
transkontinentale Eisenbahnlinie
verbunden ... zwei Honoratioren prosten
sich mit Sekt zu, zwei andere reichen
sich die Hände, und zwischen beiden Loks
etwa hundert Arbeiter, für die an diesem
Tag der Fotograf von der United Pacific
Railroad und seine Kamera wohl die
grössere Attraktion gewesen sein dürfte
...
Der Staat unterstützte den Eisenbahnbau
dadurch, dass er für jedes verlegte
Streckenstück einen entsprechenden
Zuschuss gewährte und ausserdem den
Bahngesellschaften Land entlang der
Bahnlinie schenkte ... so heisst es in
der offiziellen geschichtlichen
Darstellung ...
REGIE!!! ACHTUNG DVD AN:
"SPIEL
MIR DAS LIED VOM TOD"!
Originaltitel: "C'era una volta il
Wes""
Italien/U.S.A., 1968
Regie: Sergio Leone
Musik: Ennio Morricone
Film-Länge: 164 Min.
... Eine Bahnstation, irgendwo im Wilden
Westen: Drei Männer in langen Mänteln
warten auf einen Fahrgast. Ein Mann mit
einer Mundharmonika (Charles Bronson)
steigt aus, wechselt ein paar Worte mit
dem Trio und erschießt sie dann
alle ....
An einem anderen Ort im Westen wartet
gerade der Farmer Brett McBain (Frank
Wolff) darauf, dass seine Frau Jill
(Claudia Cardinale) eintrifft die
beiden haben erst vor kurzem in New
Orleans heimlich geheiratet. Da tauchen
auch bei McBain einige Männer mit langen
Mänteln auf und bereiten der Existenz
seiner gesamten Familie ein Ende ...
Die "Männer im Mantel" handeln
im Auftrag des Unternehmers Morton
(Gabriele Ferzetti). Der möchte noch
bevor die Knochen-Tuberkulose ihn völlig
zerfressen hat, eine Eisenbahnlinie bis
an den Pazifik gebaut haben McBain
und seine Farm standen ihm im Weg ...
... Aufgrund
dieser Regelung waren die Gesellschaften
bestrebt so schnell und so viel wie
möglich Streckengleise zu verlegen. So
war es zu Beginn des Jahres 1869 dazu
gekommen, dass zwei Gesellschaften nahezu
parallele Gleise bauten, die einen von
Ost nach West und die anderen von West
nach Ost. Schliesslich einigten sie sich
darauf, die beiden Strecken in den
Hügeln am Grossen Salzsee in Utah zu
verbinden.
Das wurde mit einem symbolischen goldenen
Gleisnagel gefeiert.
Den sehen wir hier nicht im Bild, aber
niemand scheint ihn geklaut zu haben, der
Ort ist heute als Golden Spike National
Historic Site ausgewiesen.
Eine Reise mit der Bahn zwischen New York
und Sacramento dauerte übrigens rund
siebeneinhalb Tage.
tazara
tazara tazara ...
"Ihr Vater, Mr. Rockefeller, hatte
früh erkannt, dass nicht das Fördern
von Erdöl, sondern dessen
Weiterverarbeitung u n d Transport
gewinnträchtig sein würden.
Durch die Konkurrenz von zwei
Eisenbahnlinien und dem naheliegenden
Seeweg, kombiniert mit der Zusicherung
eines gleichbleibenden Ölflusses für
den Transport, konnte er äusserst
günstige Frachttarife bei den
Eisenbahngesellschaften aushandeln.
Die Kombination von Grösse, Effizienz
und Rabatte machten seinen Vorsprung vor
der Konkurrenz aus, und seine Vision war
die Vermeidung von unnötigen Kosten und
Preiskämpfen durch die Fusion aller
Raffinerien in einer grossen
Organisation, er betrieb also die
Monopolisierung der Branche.
Um dies zu verwirklichen gründete er
1870 die Standard Oil-Organisation.
In den Folgejahren vergrösserte sich der
Konzern durch die Übernahme weiterer
Ölfirmen und Raffinerien. Dabei
erhielten die ehemaligen Besitzer eine
Beteiligung an Standard Oil und
profitierten damit von der steigenden
Monopolisierung.
Kartellabsprachen, Aufkäufe durch
Strohmänner, Dumpingpreise, illegale,
sogar kriminelle Methoden waren gängiges
Handlungsmuster beim Aufstieg.
1879 kontrollierte die Standard Oil
schliesslich neunzig Prozent der
Raffineriekapazität in den U.S.A., aber
in der Öffentlichkeit hatte das rabiate
und skrupellose Ausschalten von
Konkurrenten den Ruf des Namens
Rockefeller ruiniert."
"Mein Vater wurde achtundneunzig
Jahre alt! Ich war bereits dreiundsechzig
bevor ich sein Erbe antreten konnte, mein
Herr ..."
Soll das heissen,
der Ruf war schon hin, bevor Sie
ans Ruder kamen, Sir?
"Es muss ein Schock
gewesen sein als einziger Spross
schon fast im Rentenalter, immer noch ...
und bis ans Lebensende
Junior genannt ... endlich
der erste Versuch, das Familiengeschäft
zu übernehmen, und dann passiert das:
Ein Streik bei der
Rockefeller-Minengesellschaft Colorado
Fuel & Iron Co. weitet sich zu
bewaffneten Kämpfen aus. Der Streik
begann 1914 in der Minenstadt
Ludlow/Colorado, das Recht zur
Gewerkschaftsbildung sollte durchgesetzt
werden. Als Gegenmittel warf der Konzern
die streikenden Arbeiter, die mit ihren
Familien in konzerneigenen Wohnungen
lebten, mitten im Winter buchstäblich
auf die Strasse.
In einer hastig aufgebauten Zeltstadt
setzten die Arbeiter den Streik fort, bis
es zu ersten Schusswechseln kam mit
Milizen, die von Ihrem Unternehmen
Mr. Rockefeller aktiv unterstützt
wurden.
In erbitterten Kämpfen, die auch mit
Maschinengewehren ausgetragen wurden,
ging den Streikenden schliesslich die
Munition aus, und die Milizen der Mine
übten Selbstjustiz. Sie schütteten Öl
über die Zelte und zündeten sie an,
wobei elf Kinder und zwei Frauen starben.
In den nächsten zehn Tagen dauerten die
Kämpfe an, bis Präsident Wilson die
Armee nach Colorado beorderte. Insgesamt
starben bei den Kämpfen dreiunddreissig
Menschen.
... Das Ludlow-Massaker blieb an Ihnen
kleben, Mr. Rockefeller wie an mir
die Niederschlagung des
Matrosen-Aufstandes von Kronstadt!"
The Colorado strike was one of the
most important things that ever happened
to the family!
Der Colorado-Streik
war eine der wichtigsten Dinge, die der
Familie je passiert sind? Das haben Sie
Ihrem offiziellen Biographen, Raymond B.
Fosdick, erzählt und Ihre
persönliche Konsequenz?
Ein neues Image musste her! Eines
ausserhalb von corporate business. Sie
schufen dafür einen komplett neuen
Industriezweig, Public Relations, mit dem
einzigen Auftrag, die öffentliche
Aufmerksamkeit vollständig auf die von
nun an verstärkte Wohltätigkeitsarbeit
Ihrer Familie zu lenken ...
... Junior übergab das
Familien-Geschäft professionellen
Managern und wurde Philanthrop!
...
"... Sehen Sie, Mr.
Rockefeller, es ist wahr, in der
Sowjetunion erhoben sich Bauern gegen
uns, weil wir ihr Korn für unsere
Soldaten beschlagnahmten; es ist wahr,
als Volkskommissar für das Kriegswesen
hatte ich eine Armee aus schlecht
ausgebildeten Arbeitermilizen und
Freischärlern aufzubauen
demokratische Abstimmungen hätten dieser
Roten Armee nicht weitergeholfen gegen
einen bestens geschulten und gerüsteten
Gegner.
Damals, Mr. Rockefeller, mussten wir mit
einer grossangelegten Invasion kämpfen:
So befanden sich auf unserem Territorium
neben Truppen Polens
siebzigtausend Japaner,
zweitausendfünfhundert Briten,
tausendfünfhundert Franzosen,
genausoviele Italiener und
achttausend US-Soldaten, ja auch
Amerikaner!
Und die liessen unseren inner-russischen
Gegnern, der Weissen Armee, erhebliche
finanzielle, materielle und personelle
Unterstützung zukommen!
Und warum das alles, Mr.
Rockefeller?"
Ich bin bereit zuzugeben, dass ein
Bürgerkrieg keine Schule für
menschliches Verhalten ist. Idealisten
und Pazifisten haben der Revolution immer
Exzesse vorgeworfen. Die Schwierigkeit
der Sache liegt darin, dass die
Ausschreitungen der eigentlichen Natur
der Revolution entspringen, die selbst
ein Exzess der Geschichte ist. Mögen
jene, die dazu Lust haben, die Revolution
aus diesem Grund verwerfen. Ich verwerfe
sie nicht.

tazara tazara tazara
...
Es wird Ihnen gut tun, Fanon zu lesen
...
"Wie bitte?"
... Diese ununterdrückbare Gewalt
ist, wie er genau nachweist, kein
absurdes Unwetter, auch nicht das
Wiederdurchbrechen wilder Instinkte, ja
nicht einmal die Wirkung eines
Ressentiments: sie ist nichts weiter als
der sich neu erschaffende Mensch ...
... wir zitierten
aus dem Vorwort zu Frantz Fanons
"Die Verdammten dieser Erde",
aufgeschrieben im September 1961 von
Jean-Paul Sartre ...
· 1952 - 56 Mitglied der französischen
KP
· 1956 Kritik an der Intervention der
UdSSR in Ungarn
· 1968 Kritik an der Intervention der
Warschauer Pakt-Staaten in der
Tschechoslowakei ...
REGIE!
... Haben wir wenigstens ein Bild von
diesem französischen Philosophen, der
hinter seiner Hornbrille immer zur selben
Zeit in zwei unterschiedliche Richtungen
blickte ... blicken konnte ... blicken
durfte?
... Hat Monsieur Fanon schon seinen
Tunnel erreicht?
"Die VIP-Betreuung
steht bereit ... wir warten!"
tazara tazara tazara
...
Wir sind ja hier,
wie Sie schon gemerkt haben werden,
Genosse Trotzki, alle irgendwie
Eisenbahn-Fans.
Vielleicht wäre es jetzt ganz passend,
wenn Sie uns die Wartezeit mit der
Geschichte verkürzen würden, wie zwei
ungewöhnliche Eisenbahnzüge zum
Fortschritt der russischen Revolution
beitrugen?

"Nun in der Tat als
Oberkommandierender begab ich mich an die
Südfront mit einem Eisenbahnzug, den ich
jedoch erst einmal mühsam
zusammenstellen musste.
Dazu gehörte dann ein Sekretariat, eine
Druckerei, ein Telegraphenamt, eine
Telefunken- und eine elektrische Station,
eine Bibliothek, ein Badebetrieb
und eine eigene Zugzeitung namens WPuti
das heisst Unterweg.
Ferner hatte ich eine schnelle
Eingreiftruppe, die wie wir alle
im Zug Lederjacken trug.
Der Telegraph im Zug arbeitete
ununterbrochen. Wir konnten uns über
eine direkte Leitung mit Moskau
verbinden, und mein Vertreter Skljanski
empfing von mir die Aufstellung der für
die Armee notwendigen
Ausrüstungsgegenstände.
Mehr als einhunderttausend Kilometer
legte mein Zug zurück. Die meisten
Fahrten entfielen auf das Jahr 1920.
Der Zug wurde von zwei gepanzerten Loks
gezogen, die waren mit schweren
Maschinengewehren ausgerüstet. Das war
besonders dort hilfreich, wo Verrat
nistete.
Bei einer vorderen Batterie empfing mich
einmal ein Artillerieoffizier. Er bat um
Erlaubnis, abzutreten und telefonisch
einen Befehl zu erteilen. Kurz darauf
schlugen in nächster Nähe zwei Granaten
ein. Erst lange danach dämmete mir, dass
der Artillerist der feindlichen Batterie
das Ziel angegeben hatte.
Ja, die Eisenbahn, das Telefon,
Funk-Antennen erfunden im
imperialen Zeitalter
wir nutzten sie für unsere Revolution!
Auf einem besonderen Waggon war eine
Antenne gezogen, die es ermöglichte,
unterwegs Radiotelegramme vom Eiffelturm
zu empfangen, insgesamt von dreizehn
Stationen, in erster Linie natürlich von
Moskau.
Der Zug war stets darüber orientiert,
was in der Welt vorging. Darüberhinaus
waren die Waggons miteinander durch
Innentelefone und Signalvorrichtungen
verbunden ...
Gegen Ende des Bürgerkriegs wurde der
Zug in seiner Gesamtheit mit dem Orden
der Roten Fahne ausgezeichnet. Zuvor
hatte man einen zweiten Panzerzug
zusammengestellt, der nach Lenin benannt
worden war. Zwischen beiden gab es eine
direkte Verbindung ...
In jenen Jahren habe ich mich, wie mir
scheint, für immer daran gewöhnt, unter
Begleitung der Pullmannschen Federn und
Räder zu schreiben und zu denken ...
Ich bedanke mich ausdrücklich für die
Einladung in The Great Uhuru
Railway Die Grosse
Freiheitsbahn ...
Druschba Freundschaft !"
tazara tazara tazara
...
Bei dieser
Gelegenheit, Genosse Trotzki, würden wir
gerne das Zitat eines grossen Historikers
des zwanzigsten Jahrhunderts einführen.
In seinem monumentalen Werk "Der
Untergang des Abendlandes" schrieb
Oskar Spengler ...
ROLLTEXT BITTE:
Es gibt keine
proletarische, nicht einmal eine
kommunistische Bewegung, die nicht im
Interesse des Geldes wirkte, in welcher
das Geld es will, und so lange es will
auch wenn es den Idealisten unter
den Führern jener Bewegungen nicht zum
Bewusstsein kommt.
(Becksche
Verlagsbuchhandlung München, Bd. II, S.
499)
Vorhin erwähnten
Sie, dass Ihre inner-russischen Gegner,
die Weisse Armee, erhebliche finanzielle,
materielle und personelle Unterstützung
durch Amerika erhielt, und Sie fragten:
Warum das alles, Mr. Rockefeller?
Als Sie, Genosse Trotzki, am 27. März
1917 mit einer Gefolgschaft von
zweihundertfünfundsiebzig
Revolutionären New York verliessen und
an Bord der S. S. Christiania gingen, war
der erste Anlaufhafen Halifax, im
kanadischen Nova Scotia. Dort wurden Sie
von den Kanadiern verhaftet und
eingesperrt ... Sie erzählten uns schon
davon ...
Bei Ihren öffentlichen Auftritten in
Nordamerika hatten Sie oft gesagt, im
Falle einer erfolgreichen Machtübernahme
in Russland würden Sie sofort den
imperialistischen Krieg beenden und einen
separaten Frieden mit Deutschland
abschliessen.
Das konnte kaum im Interesse der Kanadier
liegen, weil dann ein grosser Teil
deutscher Truppen frei geworden wäre.
Diese Truppen hätten von den Deutschen
an die Westfront verlegt werden können,
an dieser Front kämpften aber auch
Kanadier.
Über die Länge Ihrer Arrestzeit in
Halifax schwanken die Angaben,
einschliesslich Ihrer eigenen, zwischen
fünf Tagen und einem Monat.
Nach unseren Recherchen setzten sich nach
fünf Tagen Haft jedoch ganz unerwartet
zwei fremde Regierungsadminstrationen bei
der kanadischen Regierung für Ihre
Freilassung ein: die Briten durch Sir
William Wiseman und die Amerikaner durch
keinen geringeren als Colonel House, der
rechten Hand des amerikanischen
Präsidenten. Versehen mit einem
amerikanischen Pass reisten Sie weiter,
um sich in Russland mit Lenin zu treffen.
Wir unterstellen: Sie kehrten nicht auf
Drängen der unterdrückten Massen
zurück nach Russland, sondern mächtige
Männer aus Europa und den Vereinigten
Staaten verhalfen ihnen zur Macht ...
... Lederjacken für alle in Ihrem
Panzerzug, mobiler Bade-Betrieb,
Bibliothek, Telefon und Funkstationen ...
Eine Revolution kann nur durch
Organisation und Finanzierung erfolgreich
sein. Die "unterdrückten
Massen" liefern gewöhnlich weder
das eine noch das andere ...
"Ha, hier wird also
geglaubt, einige der reichsten und
mächtigsten Männer der Welt hätten
eine Bewegung finanziert, deren
erklärtes Ziel es war, gerade sie ihres
Vermögens zu berauben?"
Wer fragt das
Trotzki oder Rockefeller?
Egal! Uns erscheint es logisch,
anzunehmen, dass diese Handvoll
superreicher Männer den internationalen
Kommunismus nicht fürchteten und
ihn sogar finanzierten ... weil sie ihn
kontrollierten! ...
... Doch wir wollen uns beeilen, gerne
eine Trennlinie zu ziehen zwischen
wettbewerbsorientiertem Unternehmertum
und dem Kartell-Kapitalismus, beherrscht
von Monopolisten und Bankiers.
tazara
tazara tazara ...
FENSTER ZU!
TUNNEL!!!
Ein Tunnel ist ja eine direkte Verbindung
zwischen zwei Punkten der Geografie, die
sonst nur über langwierige Umwege
miteinander verbunden werden könnten.
Auf dieser Reise werden wir solche
Tunnel-Verbindungen auch zwischen Punkten
der Geschichte kennenlernen ...
versprochen! Erinnern Sie uns bitte
daran, Mr. Rockefeller!
tazara
tazara tazara ...
Und da fällt uns
ein, wir wollten eigentlich wissen, was
es mit der von Mr. Rockefeller erwähnten
"Vierten Internationale" auf
sich hat, Genosse Trotzki!
"Die habe ich 1938
gegründet! 1934 war mir die sowjetische
Staatsbürgerschaft aberkannt worden,
womit gleichzeitig die Verfolgung durch
den sowjetischen Geheimdienst begann ...
Nach dem Tod Lenins hatte Stalin damit
begonnen, den sogenannten
Sozialismus im eigenen Land
mit Gewalt durchzusetzen. Mein Ziel war
es hingegen, der internationalen
Arbeiterschaft zum Sieg zu verhelfen,
verstehen Sie?
Im Wesentlichen war meine These, dass die
Revolution in rückständigen Ländern
eine bürgerlich-demokratische und eine
proletarische Phase ohne Unterbrechung
durchlaufen müsse, dass zum
erfolgreichen sozialistischen Aufbau der
Sieg der Revolution wenigstens in den
fortgeschrittensten Ländern notwendig
wäre, und dass sich schliesslich auch in
Arbeiterstaaten politische, kulturelle
und wirtschaftliche Revolutionen
vollziehen könnten und müssten, um zum
Sozialismus überzugehen."
Ein Eispickel
setzte Ihrem revolutionären ?
nun, jedenfalls Ihrem irdischen
Leben ein Ende, Genosse Trotzki, geführt
von der Hand eines Anhängers Ihrer Lehre
wie Sie glaubten ...
Aber es war ein Agent Stalins, der Sie
hinterrücks abstach, am 20. August 1940
in Ihrem mexikanischen Exil.
Nach Verbüssung der zwanzigjährigen
Freiheitsstrafe wurde Ihr Mörder nach
Moskau eingeladen, wo er den Leninorden
erhielt.
Im Jahr 2005 wurde dann der verschollen
geglaubte Eispickel gefunden.
Das Mordinstrument war nach Ihrem Tod im
Kriminologischen Museum in Mexiko-Stadt
ausgestellt, dann aber wegen
Diebstahlgefahr durch eine Kopie ersetzt
worden.
Ein mexikanischer Geheimdienstler, auch
Mitbegründer des Museums, habe den
Originalpickel an sich genommen und
aufbewahrt, schrieb die linksgerichtete
mexikanische Tageszeitung La Jornada.
Seine Tochter berichtete, ihr Vater habe
viermal vergeblich versucht, den
Eispickel zurückzugeben. Doch niemand
wollte das Original zurückhaben. Dann
nahm diese Tochter den Eispickel an sich
und präsentierte ihn in einer
Radiosendung ...
tazara
tazara tazara ...
Warten, wo man mich hinstellte
nackt an die Zielscheibe
genagelt von den ersten Pfeilen.
Aufs neue den Bogen gespannt,
Pfeilgeschwirre vorbei?
Spielten sie?
Bebte die Hand?
Oder war es der Wind?
Was fürchte ich?
Wenn sie treffen
und töten,
was ist da zu beweinen?
Andere gingen voran.
Andere folgen. (1)
tazara tazara tazara
...
Dag, du widmest dem
Kommunisten dieses Gedicht?
"Ich nehme die
Widmung an, ich Lew Dawidowitsch
Bronstein, genannt Trotzki, mit Dank an
meine Erben! ...
... und wie Sie ganz richtig vermuteten,
wissen wir da oben nicht bloss Bescheid
darüber WAS DIE WELT BEWEGT,
sondern auch WER DIE WELT
BEWEGT.
Im einundzwanzigsten Jahrhundert geht die
Vierte Internationale davon aus, dass der
Weg zum gesellschaftlichen Fortschritt
nur über den Zusammenschluss der
arbeitenden Bevölkerung aller Länder
führen kann.
Ihre Forderung nach sozialer Gleichheit
richtet sich gegen die Spaltung der
gesamten Menschheit in eine winzige
reiche Minderheit und in eine zunehmend
verarmende Mehrheit."
REGIE!!! ACHTUNG:
TUNNELVERBINDUNG ZWISCHEN PUNKTEN DER
GESCHICHTE!
Bill Vann
Internationales Komitee der Vierten
Internationale
13. Juni 2003 aus dem Englischen
5. Juni 2003
DER AMERIKANISCHE PRÄSIDENT BESUCHT
AUSCHWITZ
Der Holocaust und das Vermögen der
Familie Bush
Die Geschichte erinnert uns daran,
was möglich ist. Diese Worte
sprach Präsident George W. Bush am Ende
einer Führung durch die Gaskammern von
Auschwitz. Das ehemalige Nazi-Todeslager
in Polen war eine der ersten Stationen
seiner siebentägigen Tour durch Europa
und den Nahen Osten ...
... Von den zwanziger bis in die
vierziger Jahre das heisst bis
nach Beginn des Zweiten Weltkriegs
war Prescott Bush Teilhaber und Mitglied
des Vorstands der Brown Brothers Harriman
Holding Company an der Wall Street und
Leiter einer ihrer finanziellen
Schlüsselkomponenten, der Union Banking
Corporation (UBC).
Gemeinsam mit seinem Schwiegervater
George Herbert Walker dem
Urgrossvater des jetzigen Präsidenten
kontrollierte Prescott Bush die
Hamburg-Amerika Schifffahrtslinie, die
sich ebenfalls im Besitz der Holding
Company befand und deren sich die Nazis
bedienten, um ihre Agenten nach und aus
Nordamerika zu bringen.
Ein weiterer Zweig der Harriman Gruppe,
Harriman International Co., traf 1933
eine Verabredung mit Hitler, um die
deutschen Exporte auf dem US-Markt zu
koordinieren.
Währenddessen wickelte UBC sämtliche
Bankgeschäfte ausserhalb Deutschlands
für Fritz Thyssen ab, den deutschen
Industriemagnaten, der die Nazibewegung
von 1923 bis zu ihrer Machtübernahme
finanzierte.
Zehn Monate nach ihrem Eintritt in den
Zweiten Weltkrieg beschlagnahmte die
US-Regierung im Oktober 1942 UBC und
einige weitere Unternehmen, an denen
Prescott Bush und die Harrimans Anteile
hielten. In der Anordnung Washingtons zur
Beschlagnahme der Bank wurden neben Bush
und Harriman drei Nazi-Führer genannt.
Eine Untersuchung aus dem Jahr 1945 legt
offen, dass die von Prescott Bush
geführte Bank mit dem Deutschen
Stahltrust in Verbindung stand, der von
Thyssen und Flick geleitet wurde, einem
der Angeklagten in Nürnberg. Dieser
gigantische Industriekonzern produzierte
die Hälfte des Stahls und über ein
Drittel des Sprengstoffs sowie weitere
nicht unerhebliche strategische
Materialien, die von der deutschen
Kriegsmaschinerie während der
Kriegsjahre gebraucht wurden.
Am 28. Oktober 1942 beschlagnahmte die
US-Regierung die Vermögen zweier
Unternehmen, die dem Naziregime als
Tarnfirmen dienten: der Holland-Amerika
Handelsgesellschaft und der Seamless
Steel Equipment Corporation. Beide wurden
von UBC kontrolliert. Einen Monat später
übernahm die Regierung auch die Anteile
der Nazis an der
Schlesisch-Amerikanischen Gesellschaft
(SAC), die von Prescott Bush und seinem
Schwiegervater George Walker geführt
wurde.
Der Beschlagnahmungsbefehl aufgrund des
Gesetzes über Handel mit dem Feind
beschrieb die Schlesisch-Amerikanische
Gesellschaft als eine US Holding
Company mit deutschen und polnischen
Tochterfirmen, die grosse und
wertvolle Kohle- und Zinkbergwerke in
Schlesien, Polen und Deutschland
kontrollieren. Weiter hiess es da, dass
diese Besitztümer seit September 1939
(als Hitler den Zweiten Weltkrieg begann)
unter Kontrolle des Naziregimes gestanden
hätten ...
Zur SAC gehörte eine Stahlfabrik in
Polen im selben Bezirk wie Auschwitz. Die
Fabrik setzte angeblich Insassen des
Konzentrationslagers als Arbeitssklaven
ein.
Zu denen, die die Verbindungen zwischen
den Bushs und den Nazis untersucht haben,
gehört John Loftus, ein ehemaliger
Staatsanwalt der Abteilung für
Kriegsverbrechen des Justizministeriums,
der jetzt dem Florida Holocoust Museum in
Sankt Petersburg (U.S.A.) vorsteht.
Loftus zufolge erhielt die Bush-Familie
1,5 Millionen Dollar für ihre Anteile an
UBC, als die Bank 1951 endgültig
aufgelöst wurde. Dort kam der
Reichtum der Familie Bush her: Er kam aus
dem Dritten Reich, erklärte Loftus
kürzlich in einer Rede.
Loftus behauptet, dass dieses Geld
eine ansehnliche Summe zu jener Zeit
direkte Profite aus der
Sklavenarbeit von Auschwitzopfern
enthält.
Prescott Bush war sicher kein Einzelfall,
obwohl seine finanziellen Verbindungen
mit dem Dritten Reich vielleicht enger
waren als die der meisten anderen. Henry
Ford war ein bekennender Bewunderer
Hitlers und Ford spielte zusammen mit
General Motors die wichtigste Rolle als
Lieferant der Militärlaster, in denen
die deutschen Truppen durch Europa
rollten. Nach dem Krieg verlangten und
erhielten beide Firmen Reparationen für
Schäden an ihren deutschen Fabriken, die
durch Bombardements der Alliierten
entstanden waren.
Standard Oil und die Chase Bank, die
beide von den Rockefellers kontrolliert
wurden, tätigten ebenso umfangreiche
Investitionen in Deutschland, wie viele
der führenden Broker der Wall Street.
Diese Geschäftsbeziehungen dauerten bis
nach Beginn des Krieges an; Standard Oil
lieferte noch 1942 über die Schweiz
Benzin an die Nazis, arbeitete mit den
I.G. Farben zusammen, die das Zyklon B
für die Todeskammern der Nazis
herstellten, und unterhielt ein
Gummiwerk, in dem Sklavenarbeiter aus
Auschwitz beschäftigt waren.
tazara tazara tazara
...
"Ich steige aus!"
"Aber, Mr. Rockefeller das
wäre nicht fair! ... "
Weiter, Kofi,
Afrika wartet schon ziemlich lange auf
dein klärendes Wort!
"... Wir brauchen
Sie noch!"
Hatten w i r von dem UNO-Quoten-Afrikaner
ein klärendes Wort erwartet? ... Oder
von seinem Nachfolger, dem
UNO-Quoten-Asiaten?
tazara tazara tazara
...
... Toller Zwirn! Was für ein
Dreiteiler! Ach, wenn ich doch mal
Mass nehmen könnte! Mr. Moon wäre
versöhnt ...
Mädels, die sind dabei, unser
amerikanisches ROLE-MODEL zu vergraulen!
Monsieur Roquefeuille als ROLE-MODEL??
Hier haben wir eine Species von Mann, die
eine erotische Beziehung eher zu Geld
denn zu Frauen pflegt ...
... Korrektur: wenn schon, dann
"pflegte"!! Vergesst das nicht
dauernd! Wir sind hier auf einer
Geisterbahn! Und dieser Rockefeller hier
hatte, wenn ich mich nicht irre, immerhin
sechs Kinder ...
... Mit der Tochter eines einflussreichen
Senators ...
... Ach! Wenn Geld und Politik
heiraten! ...
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