© KJS / 2007

Einführung
Vorwort
Kapitel 01
Kapitel 02
Kapitel 03
Kapitel 04
Kapitel 05
Kapitel 06
Kapitel 07
Kapitel 08
Kapitel 09
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23
Kapitel 24
Kapitel 25
Kapitel 26
Kapitel 27
Kapitel 28
Kapitel 29
Kapitel 30
Kapitel 31
Kapitel 32
Kapitel 33
Kapitel 34
Kapitel 35
Kapitel 36
Kapitel 37
Kapitel 38
Kapitel 39
Kapitel 40

 
TAZARAmit der Eisenbahn durch die Zeitgeschichte © KJS / 2008
Viehwagen der Deutschen Reichsbahn - Quelle: Auschwitz-Ausstellung Linz
ACHTUNG AN DER BAHNSTEIGKANTE!
Steigen Sie ein zur Fahrt mit dem TAZARA-Express durch die Zeitgeschichte.
Die virtuelle Reise ist längst über die hier vorgestellten Lesestationen hinaus.
Sie ist auf bisher 412 Seiten dokumentiert.
Eine pdf-Version kann erworben werden für nur:
4 Euro
Einfach am Monitor blättern, oder alles ausdrucken.
Schicken Sie dem Weichensteller, Klaus Jürgen Schmidt, eine Anfrage:
radiobridge@aol.com
Mit dem Text erwerben Sie das Recht, kostenlos auch das Ende der TAZARA-Geschichte als pdf-file zu erhalten, sobald die Protagonisten des virtuellen TAZARA-Expresses das Abstellgleis erreicht haben. Ausserdem gibt es Zugang zu einer Website mit allen ständig aktualisierten online-Quellen.
Diese erlauben eigene, weiterführende Recherchen.

KAPITEL 10

"Aus welcher Quelle kommen solche falschen Anschuldigungen? Sie sollten wissen, dass es einen solchen Artikel in der Verfassung meiner Vereinigten Staaten von Amerika gar nicht gibt!"

... Nun, Mr. Rockefeller, jemand hat in der Tat den originalen 13. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten verschwinden lassen, er wurde auf geheimnisvolle Weise ersetzt durch einen anderen Text, mit dem nach dem Bürgerkrieg die Sklaverei verbannt wurde.
Bis zum Jahr 2002 sah es so aus, als wäre diese Manipulation nie mehr nachzuweisen. Doch dann fanden Rechercheure im Bundesstaat Virginia ein Buch, das 1825 mit der Autorität des Kriegsministeriums veröffentlicht worden war. Es enthielt die "Militärgesetze der Vereinigten Staaten", und angehängt war die Verfassung der U.S.A. von 1825 mit dem originalen 13. Zusatzartikel, der es Amtsträgern verbietet, durch einen ausländischen Staat Titel anzunehmen oder für ihn Dienste auszuüben.
Das war seinerzeit für die Gründerväter offenbar von grosser Bedeutung angesichts von Versuchen der eben überwundenen britischen Kolonialmacht, Handlanger für ihre Interessen in der "Neuen Welt" zu gewinnen.
Solange nicht durch eine oberste Rechtsinstanz geklärt ist, wie und durch wen der Austausch der Texte erfolgte, und ob die Bestimmungen des alten Textes je durch einen Rechtsakt aufgehoben wurden, bleibt dieser Verfassungsgrundsatz in Kraft — mit anderen Worten, ein Zuwiderhandeln bleibt strafbar!


"Woher kommen die Stimmen aus den Lautsprechern? Ich bestehe darauf, endlich zu erfahren, wer hier eine Art rollendes Gerichtsverfahren durchführen will!"

Señor Galeano, helfen Sie bitte Mr. Rockefeller weiter?

"Wenn Sie, wie ich, gelegentlich aus dem Fenster schauen würden, Mr. Rockefeller, hätten Sie es schon erraten ...
Schauen Sie, hier auf der pazifischen Seite fallen die Anden viel steiler ab als auf der atlantischen Seite.
Von Caracoles nach Los Andes sind es bloss knapp einundsiebzig Kilometer, aber auf dieser Strecke geht es zweitausendsechshundertsechzig Meter in die Tiefe. Seit wir den Cumbre-Tunnel verlassen haben, macht die Bahnlinie also immer wieder relativ spitze Kehren — eine Meisterleistung der Ingenieure und der Bauarbeiter ... und ein Beispiel für überseeische Kapitalanlagen.
Vierhundertsechsundsiebzig Millionen Liter Wein pro Jahr im argentinischen Mendoza brauchten einen Transportweg zur Pazifik-Küste. Die ist nur gute dreihundertzwanzig Kilometer entfernt, verglichen mit den weit über tausend Kilometern zum Atlantik.
Argentinische und chilenische Finanzkräfte erlahmten bei der Mammutaufgabe, mit einem Schienenstrang die Anden zu überwinden. Briten, nicht gerade bekannt als Weinliebhaber, formten in London ein Unternehmen, das in der ersten Dekade des vergangenen Jahrhunderts mit der Durchbohrung des Cumbra-Bergmassivs die Gleise der Transandine-Eisenbahnlinie von argentinischer und von chilenischer Seite zusammenführte ..."

Señor Galeano, Sie wollten Mr. Rockefellers Fragen beantworten! ...

... "Unser Zug aus Afrika, er folgt hier auf der chilenischen Seite den engen Kurven dieses Transandine Railway. Von jedem Fenster aus ist der Zug immer wieder fast in voller Länge zu sehen, also auch alle aneinanderhängende Waggons ...
Nun, Mr. Rockefeller, was haben jene rostbraunen da am Ende des blauen TAZARA-Express zu suchen?

"Das sind ja Vieh-Waggons!"

Germany meets the rest of the world!

Keine Eisenbahn-Nostalgie mehr ohne Erinnerung an die rostbraunen Vieh-Waggons!

Arbeit macht frei!

Wir, die "wissenden Stimmen", sind nicht die "Erste", nicht die "Zweite", nicht die "Dritte Internationale", Genosse Trotzki!
Wir sind auch nicht die "Vierte Internationale", Mr. Rockefeller!
Hallo, Mr. Kissinger — wo immer Sie gerade einen Dreissigtausend-Dollar-Vortrag halten mögen
... wir sind die Geister, die Sie nicht mehr loswerden
... wir sind die Malträtierten des Ludlow-Massakers, des St. Petersburg-Massakers
... wir sind die Geister der Malträtierten in Chile, im Kongo, in Indochina, im Irak
... wir sind die "Internationale der Malträtierten"
... mit Gastrecht in diesen Viehwaggons, gewährt von Juden und von Christen, von Schwulen und von Kommunisten, von Gewerkschaftern und von Krüppeln ...

REGIE! DVD AN!


DER LETZTE ZUG
Deutschland, Tschechien 2006
Concorde Filmverleih GmbH
Regie: Joseph Vilsmaier, Dana Vávrová
Drehbuch: Stephan Glantz, nach einer Geschichte von Art Bernd
Darsteller: Gedeon Burkhard, Lale Yavas, Lena Beyerling, Juraj Kukura, Sibel Kekilli
Laufzeit: 123 min
Die Dinge ereignen sich, dann werden sie zur Geschichte. Von Historikern/innen wird Geschichte aus Quellen rekonstruiert. Geschichte wird aber auch in vielen Geschichten konstruiert, etwa von Dichtern und den Medien. Der Film "Der letzte Zug" erzählt so eine Geschichte. Es ist die des letzten Judentransports von Berlin nach Auschwitz im April 1943.
DER HINTERGRUND
In der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur von 1933 bis 1945 verantworteten die Entscheidungsträger und Funktionäre der Deutschen Reichsbahn, die dem Reichsverkehrministerium unterstellt war, den Transport von mehreren Millionen Menschen in westeuropäische Durchgangslager und osteuropäische Ghettos, in Konzentrations- und Vernichtungslager, zu den Mordstätten in der Nähe der lettischen Hauptstadt Riga oder nach Minsk/Weißrussland. Schätzungen zufolge wurden allein zwischen 1941 und 1945 etwa drei Millionen Menschen mit Zügen der Deutschen Reichsbahn in den Tod geschickt.
In der Betriebsabteilung der Reichsbahn wurden die Fahrpläne für diese Transporte ausgearbeitet. Die Deportationen erfolgten mit Sonderzügen und mit Waggons, die zum Teil auch an Züge des regulären Personenverkehrs angehängt werden konnten, je nach Umfang der zu verfrachtenden Menschen.
Die Reichsbahn legte den üblichen Fahrtarif von vier Reichspfennig pro Person und Schienenkilometer zugrunde, für Kinder wurde ein verbilligter Fahrpreis in Rechnung gestellt. Bei der Belegung eines Zuges mit mindestens 400 Menschen galt ein "Rabatt" von 50 Prozent. Die Kosten für den jeweiligen Transport wurden aus den konfiszierten Mitteln der Deportierten gedeckt. Es war ein rentables Geschäft für die Deutsche Reichsbahn, da Juden aus ganz Europa verschleppt wurden, die weite Fahrtwege zurücklegen mussten. 560 Kilometer Entfernung liegen zwischen Auschwitz und Berlin, etwa 1.000 Kilometer zwischen Auschwitz und Frankfurt am Main. Zudem waren die Züge völlig überfüllt, 1.000 bis 2.000 Menschen wurden in den Waggons während eines einzigen Transports zusammengepfercht. Der Transport erfolgte anfangs in Güter- oder Personenwagen, schließlich sogar in Viehwaggons ...


Diese Vieh-Waggons können von der Geschichte nie mehr abgehängt werden!
Wir arbeiten hier! Wir machen uns frei!


Was, bitte, hat das alles mit uns zu tun, Mädels?
Jetzt sollen da noch Viehwagen am Zug hängen, hoffentlich haben sie dafür nicht unseren Container aus Dubai abgehängt!

Hallo! Wir würden gerne wissen, warum wir jetzt schon seit einer Stunde nicht mehr fahren! Brauchen wir dafür einen Kissinger oder die CIA?

Ist die Lok kaputt, oder was? ...

Geduld! Wir bauen um!
In der Zwischenzeit zeigen wir einen Film über einen Mann, der mit Henry Kissinger eines gemein hat: den Friedensnobelpreis!
Und er hat — wie wir gehört haben — schon den deutschen Kissinger-Freund und SPIEGEL-Herausgeber Rudolf Augstein zu umfassender Jesus-Recherche inspiriert.
Zwei Doktortitel hatte der Mann schon erworben, den ersten in Philosophie, den zweiten in Theologie, und 1913 folgte seine medizinische Doktorarbeit "Die psychiatrische Beurteilung Jesu: Darstellung und Kritik".
In dieser Arbeit widerlegte er, analog seiner theologischen Dissertation, zeitgenössische Versuche, das Leben Jesu aus psychiatrischer Sicht beleuchten zu können — gewiss ein ungewöhnliches Thema für eine medizinische Dissertation, aber es sollte ja zu den Heiden nach Afrika gehen!
Im Alter von 38 Jahren war unser Mann also in drei verschiedenen Gebieten promoviert, hatte sich habilitiert und war Professor.
Den Mann wollen wir genauer kennenlernen!

REGIE! BITTE DVD AN!

Film: ALBERT SCHWEITZER
Text geschrieben und gesprochen von Albert Schweitzer
Musik: Alec Wilder, Orchester-Leitung: Leon Barzin
Schnitt: Luke Bennett
Ton: C. Robert Fine
Photographie: Erica Anderson
Regie: Jerome Hill, 1957
Die, die an sich erfuhren, was Angst und körperliches Weh sind, gehören in der ganzen Welt zusammen. Ein geheimnisvolles Band verbindet sie. Miteinander kennen sie das Grausige, dem der Mensch unterworfen sein kann, und miteinander die Sehnsucht, vom Schmerze frei zu werden. Wer vom Schmerz erlöst wurde, darf nicht meinen, er sei nun wieder frei und könne unbefangen ins Leben zurücktreten, wie er vordem darin stand. Wissend geworden über Schmerz und Angst muss er mithelfen, dem Schmerz und der Angst zu begegnen, soweit Menschenmacht etwas über sie vermag, und anderen Erlösung zu bringen, wie ihm Erlösung war.



Als Zeitzeugen begrüssen wir jetzt Herrn Werner Möllenkamp, Jahrgang 1921.
Herr Möllenkamp verbrachte seine Jugendzeit in Ostpreussen. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges von der Schulbank zum Wehrdienst gerufen, nahm er als junger Offizier am Ostfeldzug teil. Nach dem Krieg studierte er technische Wissenschaften und arbeitete für ein deutsches Unternehmen in Übersee ... Willkommen Herr Möllenkamp! Sie haben uns Ihr Buch mitgebracht, einen Roman ...


"Verzeihung, ich nannte diesen ‘Versuch eines Montageberichts’ nicht einen Roman!"

Stimmt, aber einer Ihrer Rezensenten war so beeindruckt, dass er schrieb ...

Dieser Zeitroman wird einmal ein historischer Roman werden aus jener Zeit, als an den Anfängen der Zivilisation die Endprodukte des Wohlstandes abgeladen wurden, als uns die Schwarzen undurchschaubar erschienen, die uns längst durchschaut hatten ...
(Bernhard Boie)

Lesen Sie uns doch bitte vor, was Sie für Afrika empfanden — als Sie Ihre eigenen Erlebnisse in dieser Geschichte notierten.

Alles im Leben ist Aufbruch, Abschied, Reise und Ankunft. Bilder und Farben prangen am Wege, kein Gesicht so mächtig, allen Zauber dieser Erde zu sehen. Klarheit und Helle des Himmels blenden das Auge, die Gesänge der Nacht betören das Ohr. Hier in Afrika sind die Sterne fröhlicher, wärmer die Feuer, reissender die Wasser, ärmer und reicher der Mensch, der die Brandung passiert und den Fuss in den rotblassen Staub der Savanne setzt. Unbarmherziger ist das Tier, üppiger die Natur oder steiniger und grausamer denn alle Grausamkeit unter den Wolken. Schneller rinnen die Stunden, kürzer ist das Dasein und rascher der Tod. Wo eben noch Spiel und Bewegung, ruft schon Verwesung die grossen, gefleckten Hyänen. Geier begleiten den tagmüden Wanderer. Frucht und Gewinn versagen sich, wo die milden Zonen zum Bleiben verlocken und kommen üppig, wo die Stachel der Tropen in die Poren dringen. Afrika hebt uns hinauf und stösst uns hinab. Hier sind die Geschicke unermüdlich im Wechsel, unbändiger, unfassbarer als sonstwo unter dem Kreuz des Südens.
("Die Cassassa-Story", 1977, Bläschke-Verlag, Darmstadt) = (5)

Wir schauen uns um im Abteil und im Salonwagen — weisse Mitreisende nicken heftig, schwarze scheinen weniger beeindruckt von Ihrem emotionalen Afrika-Porträt, Herr Möllenkamp ...
Kofi hat einen Einwand? ... Oh, sorry, Kofi! Du bist ja der Dritte im Bunde der Friedensnobelpreisträger! Hold on — wir planen einen Dreier-Gipfel, sobald wir umgebaut haben, einverstanden? ...
Hach, ist er nicht ein vollendeter Diplomat? ...
Zurück zu Herrn Möllenkamp: Nicht von einer Eisenbahnbaustelle handelt Ihr Buch, sondern von einem anderen gigantischen Projekt der Moderne, von der Errichtung eines Staudamms in Afrika ...
Meine Damen und Herren TAZARA-Reisenden! Nie ‘was gehört von Herrn Möllenkamp?

Mr. Rockefeller! S e i n e Kollegen brachten Afrika das Licht!

Deutsche Ingenieure sorgten für Strom aus Wasserkraft, und Werner Möllenkamps "Versuch eines Montageberichts" erzählt davon, wie sie — dauernd herausgefordert durch afrikanische Versuchungen — die Turbinen einbauten hinter dem Damm eines Flusses im südwestafrikanischen Angola, zu einer Zeit, da sich dort erster bewaffneter Widerstand gegen die portugiesischen Kolonialisten regte.
Ein bis dahin noch unbekannter "Ingenieur der Seele" hatte knapp fünfzig Jahre zuvor, am 6. Januar 1907, in der Straßburger Kirche St. Nikolai zum Missionsfest gepredigt ...

BITTE ROLLTEXT AB!


... An was denken unsere Staaten, wenn sie den Blick über’s Meer richten? ... was sie aus dem Lande ziehen können, immer zu ihrem Vorteil. Wo sind die Arbeiter, die Handwerker, die Lehrer, die Gelehrten, die Ärzte, die in diese Länder ziehen? Macht unsere Gesellschaft eine Anstrengung in dieser Hinsicht? Nichts ... Das Christentum wird zur Lüge und Schande, wenn nicht, was draußen begangen, gesühnt wird, nicht für jeden Gewalttätigen im Namen Jesu ein Helfer kommt, für jeden, der etwas raubt, einer, der etwas bringt, für jeden, der flucht, einer, der segnet.


Als Gabun — nördlich von Angola — noch von Franzosen beherrscht wurde, hiess es Französisch-Äquatorialafrika.
Dort, am Fluss Ogowe, hatte 1913, sechs Jahre nach dieser Predigt der Arzt und Theologe Albert Schweitzer sein lang gehegtes Vorhaben in die Tat umgesetzt, das Urwaldspital Lambaréné ...
Und Sie, Herr Möllenkamp, haben ihn 1957 in Lambaréné getroffen ..


... Der aufmerksame Betrachter wurde sofort gewahr, dass Albert Schweitzer die Schatten des Urwaldhospitals längst hinter sich gelassen hatte und Weltgeist geworden war. Der grosse alte Mann liess seine dreiundachtzig Jahre nicht erkennen. Philosoph, Theologe, Arzt und nun seit fünf Jahren Friedensnobelpreisträger ...
Da sich zu unserer Zeit in Lambaréné weder die Vertreterinnen internationaler Frauenorganisationen noch der amerikanische Vizepräsident aufhielten, wurde uns die Ehre zuteil, Dr. Schweitzer an der Mittags- und Abendtafel gegenüberzusitzen. So gerieten wir rasch ins Plaudern. Über die schwarzen Völker und das Gesetz vom zunehmenden Abstand zwischen den Besitzenden und den descamisados. Über das Fehlen einer Ordnungsmacht und die Notwendigkeit, eine Weltordnungsmacht zu etablieren, um den Abstand zu verkürzen, auszugleichen.
Albert Schweitzer sprach von seiner Korrespondenz mit John Foster Dulles, dem er immer wieder klarzumachen versuchte, dass die Vereinigten Staaten nicht in der Lage seien, diese Ordnungsmacht zu werden oder Vorbild der freien Welt zu sein. Um eine Weltanschauung der Toleranz und der Harmonie unter den Völkern zu lehren, bedürfe es wohl der Weisheit einer alten Nation.
Und nach einer Pause: "Es ist erstaunlich, wie fortschrittlich sie sind und wie wenig die Amerikaner von Weltpolitik verstehen."
Albert Schweitzer schob das Gedeck beiseite, schlug die Bibel auf, las ein Kapitel vor und begann mit der Auslegung der Heiligen Schrift. Dann sprach er ein Gebet, ging zu dem Piano an der Wand rechts des Eingangs und spielte ein Kirchenlied. Eine Bachimprovisation schloss sich an .... (
5)

Das hat er damals schon gewusst, dass die Amerikaner von Weltpolitik nichts verstehen — 1957? Da hatte "Der stille Amerikaner" in Indochina doch schon heimlich die Weichen gestellt ...

Was ist denn das für ein Geklimper da draussen?

Ein Klavier ist das — eine Fuge!

Eine was? ... Himmel! Da ist ja ein Riesenhaus neben dem Bahnsteig gewachsen!

Und das Geklimper, das kommt von da!

Gelber Anstrich, rote Dachziegel, Giebel-, Fenster- und Türfassungen aus Sandstein gehauen, eine Art Glockentürmchen aus grünspanigem Kupferblech ...

Herr Möllenkamp! Was haben Ihre Roman-Ingenieure da neben den Bahnsteig gestellt? ...

Die Cassassa-Story stellt ein überwältigendes Panorama einer afrikanischen Baustelle dar, es wimmelt von gescheiten, einfältigen, sehnsüchtigen und beladenen Menschen, von Ereignissen und Vorkommnissen, die die TELESTAR schliesslich veranlassen, einen Revisor nach Cassassa zu entsenden. Und dieser Revisor erhält den Auftrag, festzustellen, ob es in Cassassa überhaupt eine Baustelle gibt, so befremdlich sind die Nachrichten, die in die TELESTAR-Zentrale gelangen ... (
5, Klappentext)

Da stand doch eben noch ein lichtloses tansanisches Bahnhofsgebäude — aber das da, das sieht so deutsch aus? Und im Treppenhaus, und oben unter’m Dach, da brennt Licht!

"Nun, ‘deutsch’ ist schon ‘mal eine realistische Annahme in einem Land, das neben einem Teil dieser TAZARA-Linie noch das Netz der Tanzania Railway Cooperation besitzt, und das stammt im Wesentlichen noch aus der deutschen Kolonialzeit von vor 1914. Es war in Meterspur eingerichtet, aber darauf nahmen die Chinesen sechzig Jahre später keine Rücksicht, deshalb passt ihr TAZARA-System leider nicht zum alten deutschen ...
Die Hauptlinie der Tanzania Railway Cooperation verläuft von Dar-es-Salaam über Morogoro und Dodoma nach Tabora. Hier verzweigt sich die Linie nach Kigoma am Tanganyikasee sowie nach Mwanza am Viktoriasee. Daneben gibt es eine nördliche Linie nach Tanga und zum Kilimanjaro ..."

Wie eine deutsche Eisenbahn nach Ostafrika kam ... BITTE DVD AN!

Spielfilm: CARL PETERS
Deutschland 1940/1941
Regie: Herbert Selpin
Drehbuch: Ernst von Salomon; Walter Zerlett-Olfenius; Herbert Selpin
Kamera: Franz Koch
Musik: Franz Doelle
Darsteller u.a.: Hans Albers als Dr. Carl Peters, Kolonialpolitiker
Produktionsfirma Bavaria Filmkunst GmbH (München-Geiselgasteig)
NS-Propagandafilm, der einem der frühen Vertreter des Kolonialismus ein Denkmal setzt: Der deutsche Philologe Carl Peters ist Ende des 19. Jahrhunderts ein fanatischer Verfechter der Idee, deutsche Kolonien zu errichten. Ohne Rückhalt aus Deutschland kämpft er auf eigene Faust in Ostafrika gegen die Engländer. Später wird er zum Reichskommissar ernannt und treibt den Aufbau einer deutschen Kolonie voran. Aber jüdische und sozialdemokratische Gegner seiner Pläne beordern ihn nach Deutschland zurück und zwingen ihn zum Rücktritt ...


... und was tatsächlich geschah — mit Peters und Ostafrika! ... ROLLTEXT AB!

Peters entstammte einer evangelischen Pastorenfamilie und studierte u. a. bei dem nationalliberalen und für seine sozialdarwinistischen und antisemitischen Ideen bekannten Historiker Heinrich von Treitschke. Er promovierte 1879 zum Doktor der Philosophie und habilitierte mit einer Arbeit über Arthur Schopenhauers Philosophie, strebte aber keine Karriere im Schul- oder Universitätsdienst an.
Peters ging nach London zu seinem Onkel und trat in dessen Importgeschäft ein. In England kam er nach eigener Angabe erstmalig in Berührung mit Kolonialismus und Weltmachtpolitik, die von nun an sein Weltbild beherrschten ... Von 1882 bis 1883 beschäftigte Carl Peters sich in London intensiv mit der Politik Englands in Übersee und entwarf ähnliche Pläne für Deutschland. Dabei verband sich sein ausgesprochenes kolonialpolitisches Interesse mit einer geradezu schwärmerischen Anglophilie und einer grenzenlosen Bewunderung für den imperialen "Lehrmeister" eines künftigen deutschen Kolonialreiches. Seine Gedankenwelt war vom Sozialdarwinismus geprägt. Die so genannten "nicht-weißen Rassen" pflegte er in der von ihm herausgegebenen Kolonialpolitischen Correspondenz als minderwertig zu bezeichnen. Als einzige Existenzberechtigung billigte er ihnen ein Dasein als Arbeitskräfte unter der Herrschaft weißer Pflanzer zu. Unter den Rassenideologen des Wilhelminischen Zeitalters gehörte er zum radikalen Flügel.
Nach seiner Rückkehr aus England 1884 gründete Peters die "Gesellschaft für Deutsche Kolonisation" und ließ sich von dieser zusammen mit zwei Begleitern einen Auftrag zum Gebietserwerb in Ostafrika erteilen. Am 10. November 1884 kam Peters in Sansibar an. Die Reichsregierung hatte es abgelehnt, seine Expedition unter den Schutz des Reiches zu stellen, was Peters bei Ankunft in Sansibar vom deutschen Konsul eröffnet wurde.
Auf dem Festland gegenüber Sansibar begann er dann, Verträge abzuschließen. Die Vertragsabschlüsse bestanden darin, dass Peters örtliche Häuptlinge aufsuchte und ihnen – oft nach reichlichem Alkoholgenuss – deutschsprachige Schriftstücke vorlegte, auf die sie dann Kreuze als Unterschrift zeichneten. Darin wurde ihnen Schutz vor Feinden zugesagt, umgekehrt wurden die Rechte der Kolonisationsgesellschaft so beschrieben: das alleinige und uneingeschränkte Recht, Zölle und Steuern zu erheben, eine Justiz und Verwaltung einzurichten, bewaffnete Truppen ins Land zu bringen und Siedlern die "Berge, Flüsse, Seen und Forsten" zur beliebigen Nutzung zu überlassen. Eine Prüfung daraufhin, ob die afrikanischen Vertragspartner verstanden, was sie vorgelegt bekamen, oder ob sie überhaupt eine Vollmacht hatten, über die angesprochenen Befugnisse zu verfügen, wurde nicht vorgenommen.
Peters wollte jetzt Schutzbriefe des Reiches für die "erworbenen" Gebiete. Reichskanzler Bismarck äußerte sich abschätzig über das, was Peters nach Rückkehr der Reichsregierung vorlegte: "ein Stück Papier mit Neger-Kreuzen drunter". Peters drohte damit, dass auch König Leopold von Belgien an Ostafrika Interesse hätte, der nach der Kongokonferenz gerade sein Reich in Zentralafrika ausbaute. Bismarck lenkte ein, auch aus innenpolitischer Rücksicht gegenüber seinen nationalliberalen Verbündeten im Reichstag, und ließ der neugegründete Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft (DOAG) einen kaiserlichen Schutzbrief nach Vorbild britischer Charters über die Landschaften Usagara, Nguru, Useguha und Ukami ausstellen. Damit hatte Peters in "Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft" umbenannte Kolonialvereinigung den nötigen Rückhalt zur weiteren Ausdehnung.
1887 erreichte er ein Abkommen mit dem Sultan von Sansibar, das den sansibarischen Küstenstreifen von Umba bis zum Rovuma der Verwaltung der Gesellschaft unterstellte ...
Der Versuch, Ostafrika durch die private "Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft" zu beherrschen, brach im Aufstand der Küstenbevölkerung 1888/89 zusammen. Das Deutsche Reich übernahm die unmittelbare Kontrolle. Ab 1891 wurde Peters zum Reichskommissar für das Kilimandscharogebiet ernannt ...
Durch sein brutales Vorgehen gegen die afrikanische Bevölkerung kam es dann zu einem Aufstand, der Peters sein Amt kostete. Peters hatte sich afrikanische Mädchen als Geliebte gehalten. Als er entdeckte, dass seine Konkubine Jagodia ein Verhältnis mit seinem Diener hatte, ließ er beide öffentlich aufhängen und ihre Heimatdörfer zerstören. Dies führte zu bewaffneter Gegenwehr der Tschagga, die über Monate niedergekämpft werden musste.


Wie in einer deutschen Kleinstadt die Geschichte der "weltweiten Siedlungsgebieten der Deutschen" aufgearbeitet wurde!

REGIE! Internet-Verbindung zu Radio Bridge Overseas bitte!



AFRIKA UND DER FERNE OSTEN
Geschichte und Völkerkunde der ehemaligen deutschen Schutzgebiete
Ausstellung im Ostdeutschen Heimatmuseum Nienburg / Weser
18. März bis 30.September 2002

Auszüge aus der DARSTELLUNG DES MUSEUMS:
Die Deutschen und ihre germanischen Vorfahren waren schon immer ein reiselustiges Volk. Ob Kimbern, Teutonen, Vandalen, Goten, Angeln und Sachsen mit ihren Zügen quer durch Europa, die Wikinger mit Fahrten zu fernen Gestaden in früher Zeit oder im Mittelalter die erfolgte Erschließung und Besiedelung des Landes jenseits von Elbe und Saale, hinweg über die Oder sowie die Auswanderung in die "neue Welt" - man machte sich seßhaft auf eigene Faust oder von fremden Herrschern gerufen. Es ging nicht immer friedlich zu, manches wurde zerstört, Einheimische gewaltsam unterworfen, vieles wurde neu geschaffen, bedeutende Kulturlandschaften entstanden. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat sich in Mitteleuropa insbesondere für die Deutschen viel verändert. Nach dem Verlust der Heimat in den ehem. Ostprovinzen des Reiches haben es sich die durch Flucht und Vertreibung entwurzelten Menschen und die deutschstämmigen Heimkehrer, vor allem die aus den Siedlungsgebieten östlich der ehem. Reichsgrenzen – nunmehr in Nienburg heimischen Mitbürger – zur Aufgabe gemacht, die "alte Heimat" und die weltweiten Siedlungsgebiete der Deutschen vorzustellen, deren Geschichte und Kultur zu bewahren sowie weiterzugeben an folgende Generationen. Hierzu wurde 1994 das Ostdeutsche Heimatmuseum gegründet und im historischen "Traufenhaus" von 1648 in der Nienburger Altstadt angesiedelt ... Heute begrüßen wir Sie zu einer Sonderausstellung, die wir den ehem. deutschen Kolonien gewidmet haben, die die offizielle Bezeichnung "Deutsche Schutz- und Pachtgebiete" getragen haben. Der historischen Korrektheit wegen führt unsere Ausstellung diese Bezeichnung im Untertitel ...

Das LEITWORT der Ausstellung von Sebastian Haffner:
Kolonisation ist immer Aggression. Überwältigung schwächerer Völker und Zivilisationen durch Stärkere. Sie ist immer auch Fortschritt, eben weil eine schwächere und primitive Zivilisation einer stärkeren, höheren weicht. Sie ist immer aus Bösem und Gutem gemischt und das Urteil über sie immer davon abhängig, ob das Gute das Böse aufwiegt.

DIE HARKE, 19.03.2002 (Nienburger Lokalzeitung)
... Das Ostdeutsche Heimatmuseum sei auf einem guten Wege. Es reiche die Hand völkerverbindend nicht nur nach Osten und erinnere an die Wurzeln, wobei die Betrachtung durchaus kritisch sei.
"Machen Sie weiter so", ermunterte Regierungspräsidentin Gertraude Kruse am Montag gegen Abend Museumsleiter Dieter Lonchant und die knapp 100 Gäste, die sich zur Eröffnung der Ausstellung "Afrika und der ferne Osten - Geschichte und Völkerkunde der ehemaligen deutschen Schutzgebiet" im Traufenhaus drängelten und die zur Einstimmung nicht nur mit Zebra- und Straußenfleisch-Häppchen, sondern auch mit Original-Bier aus Namibias Hauptstadt Windhuk überrascht wurden ...

DIE HARKE, 16.03.2002, Auszug aus einem Leserbrief-Streit in der Lokalzeitung
Zum Leserbrief "Mörderische Vollstrecker" von Herrn Lippel vom 13. März:
Ich gebe Ihnen vollkommen recht, dass die Niederschlagung des Hereo-Aufstandes in der ehemaligen dt. Kolonie Südwest-Afrika eines der dunkelsten und grausamsten Kapitel in der deutschen Kolonialgeschichte ist. Aber mich macht es gleichzeitig traurig, dass Sie die dt. Kolonialgeschichte nur auf dieses eine grausame Ereignis reduzieren und die Deutschen als die mörderischen Vollstrecker bezeichnen. Was sind denn dann die anderen Kolonialmächte, wie zum Beispiel Spanien mit General Cortez? Wenn es so wäre, Herr Lippel, warum unterhalten die Staaten der ehemaligen dt. Kolonien immer noch sehr gute Beziehungen zu Deutschland? Warum restaurieren sie die alten Kolonialbauten der Deutschen und richten Museen zur Kolonialzeit ein? Warum gibt es in Windhuk (Hauptstadt von Namibia) immer noch die deutschen Straßennamen? Hätten die Afrikaner nicht längst alles vernichtet, was sie an die deutschen mörderischen Vollstrecker erinnert hätte? Im Gegensatz zu Ihrer Behauptung sind wir Deutschen in den ehemaligen dt. Kolonien immer noch gern gesehene Gäste und Freunde und teilweise sind sie sogar stolz darauf, was die Deutschen während der Kolonialzeit in ihrem Land aufgebaut haben.
Marcus René Duensing, Historiker, Erichshagen

FEEDBACK:
An: Radio Bridge Overseas / 23.03.2003
Von: Hermann Mietz, Geschaeftsfuehrer des Traditionsverbandes ehemaliger Schutz- und Ueberseetruppen Freunde der frueheren deutschen Schutzgebiete e.V.
... Wir haben uns vom reinen Traditionsverband ehemaliger Schutztruppler, von denen bekanntlich keiner mehr lebt, gewandelt zu einem Verband, der zwar die Erinnerung an den kurzen Abschnitt der deutschen Kolonialgeschichte wachhaelt, zudem aber den Nachfolgestaaten der ehemaligen Schutzgebiete hilft, wo es moeglich ist. Finanzielle Unterstuetzung und Sachspendenaktionen fuer Schulen, Kindergaerten und Altenheime sollen eine "Hilfe zur Selbsthilfe" sein, auch wenn es immer nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein kann.
Etwas irritiert hat mich doch die sehr bestimmte Feststellung vom "Voelkermord" an den Hereros. Leider ist dies seit Drechsler eine immer wieder kolportierte Behauptung, die in der neueren historischen Aufarbeitung so keinen Bestand mehr haben kann. Unabhaengig davon, dass die Vorkommnisse nicht bagatellisiert werden duerfen, lehnen wir eine fuer alle Zeiten einheitlich einzuhaltende Lehre ab. In unserem Magazin stellen wir verschiedene Arbeiten zur Diskussion, die sich mit den Fragen "Schießbefehl", "Völkermord" etc. befassen und moechten Fakten sprechen lassen ...


Das alles in einem "Traufenhaus" zu Nienburg an der Weser. Was ist ein "Traufenhaus", Herr Möllenkamp? So etwas wie das da draussen, von Ihren Roman-Autoren in einer Nacht- und Nebelaktion an einen afrikanischen Bahnsteig gestellt?

"Bei Nacht ja — aber nicht bei Nebel! Dort, wo das originale Traufenhaus steht, in Nienburg an der Weser, ist es öfter ‘mal neblig. Der Nebel kondensiert zu Regen, und der wird am unteren Rand eines schrägen Daches in einer Regenrinne abgeleitet — das ist die Traufe. Gewöhnlich stehen alte Fachwerkhäuser aber mit dem Giebel zur Strasse, nicht mit der Traufe. Das historische Traufenhaus von 1648 in der Nienburger Altstadt bildet da eine Ausnahme.
Die Kolonialausstellung war übrigens eines der letzten überregionalen Grossereignisse in diesem Haus; der Gastgeber, das ‘Ostdeutsche Heimatmuseum’ musste einem privaten Käufer weichen, der sich das Traufenhaus als Privatheim einrichten liess ...
Also, das Gebäude da draussen am Bahnsteig ist zwar aus gegebenem Anlass kurzfristig aus Nienburg an der Weser herantransportiert worden, aber es handelt sich weder um das Traufenhaus noch um eine Bahnstation, sondern — um ein komplettes Schulgebäude! Drei Jahre bevor Albert Schweitzer den Friedensnobelpreis erhielt, bekam er aus Nienburg an der Weser eine Anfrage ..."

Der Elsässer Theologe, Arzt, Musiker und Kulturphilosoph Albert Schweitzer gab seine persönliche Zustimmung, dass die Schule als erste in Deutschland seinen Namen tragen dürfe. Am 17. Juni 1999 beging die Albert-Schweitzer-Schule den 50. Jahrestag ihrer Namensgebung.


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