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TAZARA ... mit der Eisenbahn durch die Weltgeschichte © KJS / 2009

TAZARA-Kopfstation Dar-es-Salaam Radio Bridge Overseas

VORWORT



TAZARA — so heisst die Eisenbahnlinie, die die Volksrepublik China vor drei Dekaden als ihr erstes monumentales Entwicklungsprojekt in Afrika baute. Sie verbindet die Kupferminen Sambias vom Westen her mit dem Hafen von Dar-es-Salaam an der Ostküste Tansanias. Für Passagiere ist es eine Reise von fast drei Tagen und zwei Nächten.

Im April 2007 fährt ein TAZARA-Express von Ost nach West ins Innere Afrikas. Dabei gerät er wie ein runaway — wie ein ausserKontrolle geratener Zug — über immer neue Weichen in unvorhersehbare Richtungen.

Tatsächlich hat die Kontrolle über den Zug ein geheimnisvoller Spielleiter, der durch Handlanger im Zug die Regiehebel bedienen lässt. Und wie durch Geisterhand gesteuert ist dieser Zug in der Lage, durch Zeit und Raum auch auf fernen Schienennetzen zu solchen Stationen zu rollen, wo Rohstoffe und Güter, aber auch Ideologien und Machtansprüche darauf warteten, durch die Eisenbahn abgeholt oder abgeladen zu werden.

Bei Tunneldurchfahrten erscheinen in einem Salonwagen dieser Geisterbahn immer neue Persönlichkeiten der Weltgeschichte, die sich — gelegentlich kommentiert von den übrigen Mitreisenden der TAZARA — auf eine Debatte ihres Handelns einlassen, das auf die eine oder andere Weise das Schicksal der Menschen in Afrika — aber nicht nur dort — beeinflusst hat oder noch beeinflussen wird.

Auf der VIP-Liste des mysteriösen Spielleiters stehen solche Akteure des Weltspiels wie Dag Hammarskjöld, John D. Rockefeller Jr., Leo Trotzki, Cecil Rhodes, Albert Schweitzer, Henry Kissinger, Kofi Annan, Bill Gates, Joschka Fischer ... Über das zuginterne Lautsprechersystem werden die VIPs konfrontiert mit  „wissenden Stimmen“ aus einem anderen Teil der Geisterbahn.

Unter den ursprünglichen Reisenden hocken in den TAZARA-Abteilen der Ersten Klasse — vier sambische Geschäftsfrauen, zurück von einem Einkaufstrip nach Dubai, ihr Waren-Container rollt mit ihnen auf der TAZARA — ein Schneider aus Hong Kong, der einst afrikanischen Politikern preiswerte Diplomaten-Anzüge anpasste und jetzt für einen Mr. Moon afrikanische Opportunitäten ausspäht — ein Kurier, unterwegs mit wertvollen Armbanduhren zur Geldwäsche für Drogen- und Waffenhändler — ein deutscher Unternehmer, der es sich in den Kopf gesetzt hat, in Afrika eine neue Eisenbahnlinie zu bauen.

... Sie alle ahnen nicht, daß der mysteriöse Spielleiter längst das Gleis bestimmt hat, auf dem sie zusammen mit ihrem Zug am Ende abgestellt werden.

Der Weichensteller, Harare, 15. Februar 2009



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