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Vorwort
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Kapitel 02
Kapitel 03
Kapitel 04
Kapitel 05
Kapitel 06
Kapitel 07
Kapitel 08
Kapitel 09
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
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Kapitel 22
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Kapitel 26
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Kapitel 28
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Kapitel 88

 
TAZARA ... mit der Eisenbahn durch die Weltgeschichte © KJS / 2009
www.bilderberg.org
KAPITEL 58



„Hier bin ich! So gerne ich immer mit der Eisenbahn gefahren bin, die Neugier war doch stets grösser auf das Ziel, auch wenn es sich immer bloss als Zwischenstation herausstellte — wie dieses deutsche Schulgebäude am Rande eines Bahnsteiges in afrikanischer Nacht ... Ich dachte, hier seien wir den Lautsprecherstimmen für einen Moment entronnen, sie seien endlich zurückgeblieben im Zug ... “

Nun, Genosse Trotzki, hatten Sie uns nicht selbst von der äusserst effektiven Kommunikation in Ihrem gepanzerten Revolutionszug berichtet? ...

REGIE! REPLAY bitte!


... Der Zug war stets darüber orientiert, was in der Welt vorging. Darüberhinaus waren die Waggons miteinander durch Innentelefone und Signalvorrichtungen verbunden ...

Und Sie glauben, wir seien da weniger gut ausgerüstet? Sie wissen doch, daß wir Spezialwaggons mitziehen, einige sind rostrot, einige werden sich noch in anderen Farben und Formen vorstellen, angehängt oder abgehängt als Fahrzeuge zwischen Punkten der Geschichte. Stellen Sie sich die Schule, in der Sie sich gerade befinden, als einen Spezialwaggon unseres Zuges vor. Und natürlich ist der mit unserer Zentrale vernetzt.
Sie wissen doch, Genosse Trotzki: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser — ein Zitat Ihres Genossen Lenin! ... Aber wir fragten Sie nach Sartre ...


„Nun — Sartre hatte mir geraten, Frantz Fanon zu lesen, ‚Die Verdammten dieser Erde‘.
Die Bibliothek dieser Schule hier ist recht gut ausgerüstet. Ich fand das Buch und ein Zitat, das in unseren Disput passt ...

25 Verlassen wir dieses Europa, das nicht aufhört, vom Menschen zu reden, und ihn dabei niedermetzelt, wo es ihn trifft, an allen Ecken seiner eigenen Straßen, an allen Ecken der Welt. Ganze Jahrhunderte hat Europa nun schon den Fortschritt bei anderen Menschen aufgehalten und sie für seine Zwecke und seinen Ruhm unterjocht; ganze Jahrhunderte hat es im Namen seines angeblichen ‚geistigen Abenteuers‘ fast die ganze Menschheit erstickt. ...
Also, meine Kampfgefährten, zahlen wir Europa nicht Tribut, in dem wir Staaten, Institutionen und Gesellschaften gründen, die von ihm inspiriert sind.


SCHÜLER 1:
... Darf ich jetzt weitermachen?

Wir bitten darum!

SCHÜLER 1:
Es gibt noch einen weiteren Bezugspunkt zu Frankreich: Albert Schweitzers Grossneffe Louis Schweitzer war von 1992 bis 2005 Vorstandsvorsitzender des französischen Automobilkonzerns Renault ... Und mit diesem Namen gibt es eine interessante Weichenstellung zum nächsten Friedensnobelpreisträger, dessen „Ich“ wir auftragsgemäss untersuchen sollten.
Der Name des Vorstandvorsitzenden von Renault, Louis Schweitzer, taucht als Teilnehmer einer globalen Konferenz von Spitzenpolitikern, Konzernchefs und Medienbossen auf, die seit 1954 jedes Jahr irgendwo auf der Welt unter strengster Geheimhaltung stattfindet. Sein Name findet sich auf der Teilnehmerliste der Konferenz des Jahres 2002, die vom 30. Mai bis zum 2. Juni in Chantilly, Virginia, U.S.A., unter anderem darüber beriet, wie die Weltmeinung dazu gebracht werden könnte, zum Sturz des irakischen Staatschefs Saddam Hussein einen zweiten Kriegsgang zu akzeptieren.
Auf der Teilnehmerliste steht auch der Name von Henry Kissinger. Er ist einer der ständigen Organisatoren der Bilderberg-Konferenz ...

BBC / WORLDSERVICE
1700 BST 30May2002
(Anmoderation):
An diesem Wochenende treffen sich in einem luxuriösen Hotel ausserhalb Washingtons die heimlichen Regenten Europas mit ihren amerikanischen Partnern — das jedenfalls ist es, was einige Leute glauben. Heute beginnt hier das jährliche Treffen der Bilderberg-Gruppe.
Nie davon gehört? Genau darum geht es! Offiziell wird es als eine private Versammlung bezeichnet, aber mit einer Gästeliste, auf der die Magnaten europäischer und amerikanischer Konzerne stehen, Spitzenpolitiker und ein paar handverlesene Intellektuelle, ist dies eine der einflussreichsten Organisationen auf dem Planeten. Bill Hayton hat versucht, mehr herauszufinden.
(Zuspiel 1: sinistre Musik)
Ein paar Kilometer ausserhalb Washingtons liegt das Westfields Marriott Hotel, ein exklusiver Ort mit ungefähr fünf Golfbahnen. Dieses Wochenende ist ausgebucht — es ist unmöglich, ein Bett zu bekommen, oder eine Runde Golf zu spielen. Das ist so, weil sich hier etwa einhundertzwanzig der wichtigsten Menschen der Welt zum jährlichen Treffen der Bilderberg-Gruppe einfinden — allerdings nicht nach dem Wissenstand des Hotel-Managements ...
(Zuspiel 2: Westfield Marriot - Telefon-Klingelton)
"Executive Office"
”Mein Name ist Bill Hayton vom BBC World Service. Ich würde gerne mehr über das grosse Ereignis erfahren, das an diesem Wochenende in Ihrem Hotel stattfindet. Können sie mir sagen, worum es geht?"
“Nun, es gibt ein paar Hochzeiten ..."
“Aber, da ist doch auch eine grosse Konferenz angesetzt?"
“Davon ist mir nichts bekannt."
“Also, nichts organisiert von der Bilderberg-Gruppe?"
“Verzeihung — von wem?"
“Von der Bilderberg-Gruppe."
“Ich habe nicht ‘mal eine Ahnung, wer das ist."
“Und so ergeht es den meisten Leuten — doch im vergangenen Jahr gehörten zu den Gästen dieser obskuren Organisation unter anderen die Vorsitzenden von ABB, France Telecom, der Deutschen Bank, verschiedene Kommissare der Europäischen Union, Chefs von Zentralbanken, Chefredakteure einflussreicher Zeitungen, der Generalsekretär der NATO sowie die Königinnen Spaniens und der Niederlande.
Viele Menschen unterstellen, daß Bilderberg, benannt nach dem holländischen Hotel, in dem 1954 das erste Treffen stattfand, eine globale Verschwörung ist.
Der britische Journalist Jon Ronson, der als erster mit seinem einschlägigen Buch Bilderberg in’s Gespräch brachte, sagt, es ist nicht ganz so schlimm, aber nichtsdestoweniger interessant.
(Zuspiel 3: Ronson)
"Ich bin eine Art halber Verschwörungstheoretiker wenn es um Bilderberg geht, denn ich glaube, sie würden sich nicht jedes Jahr zu so einer extrem teuren internationalen Konferenz treffen, bei der alle Mühe aufgewandt wird, die Presse aussen vor zu lassen, wirklich im Geheimen zusammen zu sein, und die mächtigsten Personen einzuladen, wenn es sich bloss darum handelte — wie behauptet wird — ein bisschen Konversation zu betreiben und ein bisschen Golf zu spielen. Ich denke, sie haben einigen Einfluss auf das, was in der Welt vor sich geht, obwohl es vielleicht nicht so viel ist, wie manche glauben."
“Dennoch, mit Themen auf der Tagesordnung wie die Zukunft der Europäischen Union, ein möglicher Krieg im Irak und die Ausweitung des freien Handels, sollten wir da nicht ein bisschen mehr über das wissen, was da vor sich geht? Ich wandte mich an das Bilderberg-Büro, aber unglücklicherweise war niemand zu erreichen.
Sollte sich also Ihr Boss für ein paar Tage zum Golfspielen abgemeldet haben, könnten Sie ihn oder sie vielleicht fragen, ob das irgendwo in der Nähe von Chantilly in Virginia war, und ob er oder sie weiss, was in Zukunft auf uns zukommen mag. Aber, wahrscheinlich wird er oder sie es Ihnen sowieso nicht erzählen.
(Zuspiel 4: sinistre Musik)
Das war Bill Hayton für "Europe Today"

SCHÜLER 2:
Wir haben zusätzlich folgendes recherchiert:

Von Anfang an hat ‚Bilderberg‘ die Integration europäischer Nationen in die ‚Vereinigten Staaten von Europa‘ gefördert, jedoch nicht bestimmt durch gewählte Vertreter, sondern durch ernannte ‚Kommissare‘, von denen angenommen werden kann, daß sie im Interesse von Banken und grossen Unternehmungen handeln. Das ist nichts Neues. Multinationale Konzerne mit Sitz in Europa, wie Philips und Volvo haben beim Entwurf der Superstrukturen für einen Europäischen Staat einen wesentlichen Anteil gehabt.
In Europa arbeitet der ‚Europäische Runde Tisch der Industriellen‘ oder E.R.T. als unternehmerische Lobby-Gruppe zusammen mit den nicht gewählten Europäischen Kommissionen am Entwurf von Gesetzgebungen. Das Europäische Parlament hat nur die Chance, solche Initiativen abzunicken oder sie zu verzögern.
Das Wachstum der Euro-Währung war für ‚Bilderberg‘ immer eine Priorität, wobei geplant ist, den Euro dem Dollar anzupassen, sobald alle EU-Nationen sich dem Versuch angeschlossen haben, de facto eine Weltwährung zu kreieren.
Die Konferenzen begannen 1954 mit dem Ex-SS-Mann Prinz Bernhard der Niederlande, der Bilderbergs erster Vorsitzender war. Nach dem Lockheed-Skandal im Jahr 1975 trat Bernhard zurück, aber seine Tochter, Königin Beatrix, nimmt nach wie vor regelmässig an den Konferenzen teil.
Seit dem Zweiten Weltkrieg hat ‚Bilderberg‘ entscheidend an einer Politik mitgewirkt, die — zusammen mit der NATO — Europa und den ganzen Kontinent von Eurasia dem bislang grössten Einfluss amerikanischer Aussenpolitik unterworfen hat.
Die Tagesordnung von ‚Bilderberg‘ wird festgelegt, und die Einladungsliste wird entworfen von einem kleinen Steuerungskomittee, dem Henry Kissinger, David Rockefeller sowie handverlesene Vertreter aus jeder bedeutenden Wirtschaftsnation der westlichen Welt angehören ...
 
Press Releases
The Bilderberg Group: global conspiracy or force for good?
Exclusive BBC interview reveals the answers
Category: World Service - date: 27.09.2005

Geheimnisse der Bilderberg-Gruppe — jener schattenhaften Versammlung von westlichen Spitzen aus Politik, Geschäft, Banken- und anderen Kreisen, die sich einmal jährlich hinter verschlossenen Türen treffen, um Weltereignisse zu diskutieren — sind in einem exklusiven BBC-Interview mit ihrem Vorsitzenden enthüllt worden.
Etienne Davignon, 73 — ein ehemaliger belgischer Diplomat und früherer Europäischer Kommissar — wies Behauptungen zurück, die Bilderberg-Gruppe sei Teil einer globalen Verschwörung zur Beherrschung der Welt durch eine selbsternannte Elite, die an Hebeln der Macht sitzt.
„Jenen, die sagen, dies sei eine geheime Regierung, erwidere ich, wenn wir eine geheime Weltregierung wären, dann müssten wir uns dafür mächtig schämen.“ So in einem seltenen Interview, das er Bill Hayton gab, und das am 29. September (2005) ausgestrahlt wird als Teil der BBC World Service-Serie „Wer bestimmt deine Welt?“
„Ich denke nicht, daß wir eine globale regierende Klasse sind, denn nach meiner Überzeugung existiert eine solche Klasse nicht. Es ist einfach so, daß Leute mit Einfluss daran interessiert sind, mit anderen Leuten zu sprechen, die Einfluss haben. Bilderberg versucht nicht, Lösungen zu erreichen — es wird nicht gesagt ‚Wir sollten das und das tun‘ ... jedermann geht weg mit seiner eigenen Meinung, und das erlaubt eine völlig offene und freimütige Debatte — mit der Möglichkeit, zu erkennen, wo es Differenzen gibt. Gesunder Menschenverstand weiss: Geschäft beeinflusst die Gesellschaft, Politik beeinflusst die Gesellschaft. Aber es ist nicht so, daß das Geschäft demokratisch gewählten Führern das Recht streitig macht, zu führen.“
Um Beispiele gebeten, wie eine Bilderberg-Diskussion geholfen habe, die Blockade in einer internationalen Angelegenheit aufzuheben, nannte Davignon den Irak.
„Beziehungen zwischen einigen europäischen Ländern standen nicht zum Besten — doch die Tatsache, daß die Geschäftswelt signalisierte, sie werde dadurch nicht von ihren langfristigen Zielen abgelenkt, war ein hilfreiches Element.“

„Wir sind wieder beim Menetekel angelangt, wie es scheint — bei Belsazars ‚Schrift an der Wand‘ im Land zwischen Euphrat und Tigris ...“


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