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TAZARA ... mit der Eisenbahn durch die Weltgeschichte © KJS / 2009
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— tazara — tazara — tazara ...

Wir sind zurück auf alten Gleisen, Genosse Trotzki, und wir finden es passend, jetzt das Zitat eines Historikers des zwanzigsten Jahrhunderts einzuführen. In seinem monumentalen Werk „Der Untergang des Abendlandes” schrieb Oskar Spengler ...

ROLLTEXT BITTE:

Es gibt keine proletarische, nicht einmal eine kommunistische Bewegung, die nicht im Interesse des Geldes wirkte, in welcher das Geld es will, und so lange es will — auch wenn es den Idealisten unter den Führern jener Bewegungen nicht zum Bewusstsein kommt.

Als Sie, Genosse Trotzki, am 27. März 1917 mit einer Gefolgschaft von zweihundertfünfundsiebzig Revolutionären New York verliessen und an Bord der S.S. Christiania gingen, war der erste Anlaufhafen Halifax, im kanadischen Nova Scotia. Dort wurden Sie von den Kanadiern verhaftet und eingesperrt ... Sie erzählten uns schon davon ...
Bei Ihren öffentlichen Auftritten in Nordamerika hatten Sie oft gesagt, im Falle einer erfolgreichen Machtübernahme in Russland würden Sie sofort den imperialistischen Krieg beenden und einen separaten Frieden mit Deutschland abschliessen.
Das konnte kaum im Interesse der Kanadier liegen, weil dann ein grosser Teil deutscher Truppen frei geworden wäre. Diese Truppen hätten von den Deutschen an die Westfront verlegt werden können, an dieser Front kämpften aber auch Kanadier.
Über die Länge Ihrer Arrestzeit in Halifax schwanken die Angaben, einschliesslich Ihrer eigenen, zwischen fünf Tagen und einem Monat.
Nach unseren Recherchen setzten sich nach fünf Tagen Haft jedoch ganz unerwartet zwei fremde Regierungsadminstrationen bei der kanadischen Regierung für Ihre Freilassung ein: die Briten durch Sir William Wiseman und die Amerikaner durch keinen geringeren als Colonel House, der rechten Hand des amerikanischen Präsidenten. Versehen mit einem amerikanischen Pass reisten Sie weiter, um sich in Russland mit Lenin zu treffen.
Wir unterstellen: Sie kehrten nicht auf Drängen der unterdrückten Massen zurück nach Russland, sondern mächtige Männer aus Europa und den Vereinigten Staaten verhalfen ihnen zur Macht ...
... Lederjacken für alle in Ihrem Panzerzug, mobiler Bade-Betrieb, Bibliothek, Telefon und Funkstationen.
Eine Revolution kann nur durch Organisation und Finanzierung erfolgreich sein. Die „unterdrückten Massen” liefern gewöhnlich weder das eine noch das andere ...


„Ha, hier wird also geglaubt, einige der reichsten und mächtigsten Männer der Welt hätten eine Bewegung finanziert, deren erklärtes Ziel es war, gerade sie ihres Vermögens zu berauben?”

Wer fragt das — Trotzki oder Rockefeller?
Egal! Uns erscheint es logisch, anzunehmen, daß diese Handvoll superreicher Männer den internationalen Kommunismus nicht fürchteten — und ihn sogar finanzierten ... weil sie ihn kontrollierten! ...
Und da fällt uns ein, wir wollten eigentlich wissen, was es mit der von Mr. Rockefeller erwähnten „Vierten Internationale” auf sich hat, Genosse Trotzki!


Die habe ich 1938 gegründet! 1934 war mir die sowjetische Staatsbürgerschaft aberkannt worden, womit gleichzeitig die Verfolgung durch den sowjetischen Geheimdienst begann.
Nach dem Tod Lenins hatte Stalin damit begonnen, den sogenannten ‚Sozialismus im eigenen Land‘ mit Gewalt durchzusetzen. Mein Ziel war es hingegen, der internationalen Arbeiterschaft zum Sieg zu verhelfen, verstehen Sie?
Im Wesentlichen war meine These, daß die Revolution in rückständigen Ländern eine bürgerlich-demokratische und eine proletarische Phase ohne Unterbrechung durchlaufen müsse, daß zum erfolgreichen sozialistischen Aufbau der Sieg der Revolution wenigstens in den fortgeschrittensten Ländern notwendig wäre, und daß sich schliesslich auch in Arbeiterstaaten politische, kulturelle und wirtschaftliche Revolutionen vollziehen könnten und müssten, um zum Sozialismus überzugehen.”

Ein Eispickel setzte Ihrem revolutionären — ? — nun, jedenfalls Ihrem irdischen Leben ein Ende, Genosse Trotzki, geführt von der Hand eines Anhängers Ihrer Lehre — wie Sie glaubten. Aber es war ein Agent Stalins, der Sie hinterrücks abstach, am 20. August 1940 in Ihrem mexikanischen Exil. Nach Verbüssung der zwanzigjährigen Freiheitsstrafe wurde Ihr Mörder nach Moskau eingeladen, wo er den Leninorden erhielt.
Im Jahr 2005 wurde dann der verschollen geglaubte Eispickel gefunden. Das Mordinstrument war nach dem Mord im Kriminologischen Museum in Mexiko-Stadt ausgestellt, dann aber wegen Diebstahlgefahr durch eine Kopie ersetzt worden. Ein mexikanischer Geheimdienstler, auch Mitbegründer des Museums, habe den Originalpickel an sich genommen und aufbewahrt, schrieb die linksgerichtete mexikanische Tageszeitung La Jornada. Seine Tochter berichtete, ihr Vater habe viermal vergeblich versucht, den Eispickel zurückzugeben. Doch niemand wollte das Original zurückhaben. Dann nahm diese Tochter den Eispickel an sich und präsentierte ihn in einer Radiosendung.


— tazara — tazara — tazara ...

2 Warten, wo man mich hinstellte
nackt an die Zielscheibe
genagelt von den ersten Pfeilen.

Aufs neue den Bogen gespannt,
Pfeilgeschwirre vorbei?
Spielten sie?
Bebte die Hand?
Oder war es der Wind?

Was fürchte ich?
Wenn sie treffen
und töten,
was ist da zu beweinen?

Andere gingen voran.
Andere folgen.


— tazara — tazara — tazara ...

Dag, du widmest dem Kommunisten dieses Gedicht?

„Ich nehme die Widmung an, ich — Lew Dawidowitsch Bronstein, genannt Trotzki, mit Dank an meine Erben! ...
... Und wie Sie ganz richtig vermuteten, wissen wir da oben nicht bloss Bescheid darüber ‚WAS DIE WELT BEWEGT’, sondern auch ‚WER DIE WELT BEWEGT’.
Im einundzwanzigsten Jahrhundert geht die Vierte Internationale davon aus, daß der Weg zum gesellschaftlichen Fortschritt nur über den Zusammenschluss der arbeitenden Bevölkerung aller Länder führen kann. Ihre Forderung nach sozialer Gleichheit richtet sich gegen die Spaltung der gesamten Menschheit in eine winzige reiche Minderheit und in eine zunehmend verarmende Mehrheit.”
„Ich steige aus!”
„Aber, Mr. Rockefeller — das wäre nicht fair! ... ”

Weiter, Kofi, Afrika wartet schon ziemlich lange auf dein klärendes Wort!

„... Wir brauchen Sie noch!”

Hatten w i r von dem UNO-Quoten-Afrikaner ein klärendes Wort erwartet? ... Oder von seinem Nachfolger, dem UNO-Quoten-Asiaten?


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