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TAZARA ... mit der Eisenbahn durch die Weltgeschichte © KJS / 2009

Rockefeller Center 1933 www.travelchannel.de

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— tazara — tazara — tazara ...

... Toller Zwirn! Was für ein Dreiteiler! Ach, wenn ich doch ‘mal Mass nehmen könnte! Mr. Moon wäre versöhnt.

Mädels, die sind dabei, unser amerikanisches ROLE-MODEL zu vergraulen!

Monsieur Roquefeuille als Rollenmodell? Hier haben wir eine Spezies von Mann, die eine erotische Beziehung eher zu Geld pflegt denn zu Frauen ...

... Korrektur: wenn schon, dann „pflegte”! Vergesst das nicht dauernd! Wir sind auf einer Geisterbahn! Und dieser Rockefeller hier hatte, wenn ich mich nicht irre, immerhin sechs Kinder ...

... Mit der Tochter eines einflussreichen Senators ...

... Ach! — Wenn Geld und Politik heiraten! ...

— tazara — tazara — tazara ...

I believe that every right implies a responsibility; every opportunity, an obligation; every possession, a duty.

„Jawohl, meine Worte! Meine Überzeugung ...”

— Ich glaube, jedes Recht bedeutet auch Verantwortung, jede Gelegenheit bedeutet auch Pflicht, jeder Besitz bedeutet auch Dienst ...?

„... steht auf einer Plakette gegenüber vom Rockefeller-Center in New York, meiner wichtigsten Unternehmung, ein kolossaler Komplex im Herzen der Stadt. Ich liess ihn in den dreissiger Jahren errichten — trotz der wirtschaftlichen Depression damals.
Eigentlich sollte die Metropolitan Opera ein neues Haus erhalten, aber nach dem Börsenkrach 1929 stieg die Oper aus.
Wir beschritten einen völlig neuen Weg in der Geschichte der modernen Architektur und wir realisierten ein ganz neues städtebauliches Konzept ...
Ich wollte nicht nur e i n e n Wolkenkratzer bauen — ich meine, das hatten andere vor mir schon glanzvoll erreicht — ich wollte eine G r u p p e von Gebäuden als architektonische Einheit mitten in eine Stadt stellen.
Und wissen Sie, woraus die Verkleidung des gesamten Centers besteht?
Aus weissem Kalkstein! Er stammt aus einem Steinbruch in Indiana ... Und das besondere daran: Dieser Kalkstein enthält zahlreiche Fossilien von Tieren, die vor dreihundert Millionen Jahren das Meer bevölkerten ... vor dreihundert Milllionen Jahren!”

... und die nicht bei Rockefeller als Erdöl endeten! Lexikon-Wissen, bitte:

Erdöl entstand aus tierischen und pflanzlichen Organismen, die bei der in Randmeeren und Binnenseen herrschenden Sauerstoffarmut nicht verwesten. Sie bildeten Faulschlamm, der durch Bakterien und Enzyme in Stoffe umgewandelt wurde, die Bestandteile des uns heute bekannten Erdöls sind.

Fossile Total-Verwertung!
Das Rockefeller-Center brachte jedes Jahr hundert Millionen Dollar Einkünfte — allein aus der Miete ... bis 1989, da kauften Japaner den ganzen Komplex, eine Tochtergesellschaft von MITSUBISHI !


„Eine nationale Schande, wenn ich das sagen darf! ... 1933 hatte ich den Bürgern von New York einen Platz eingerichtet, von wo sie ihre grossartige Stadt bewundern und zelebrieren konnten, ein Panorama-Blick, zweihundertneunundfünfzig Meter über dem Gehsteig ...
Meine Observationsetage war entworfen worden, um den Eindruck des Oberdecks eines riesigen Linienschiffes zu erwecken. Damals war die siebzigste Etage eingerichtet mit Deckstühlen, Schwanenhälsen und grossen Ventilatoren, die aussahen wie diejenigen auf den Schiffen.”

Wir können Sie beruhigen, Mr. Rockefeller, am 1. November 2005 wurde nach fast zwanzig Jahren die Aussichtsplattform im siebzigsten Stockwerk des General Electric Building, des höchsten Gebäudes Ihres Komplexes, unter dem Namen Top of the Rock wiedereröffnet.
MITSUBISHI hatte bloss zehn Jahre lang das Herzstück Ihres Centers im Griff. Dann kaufte die Ihnen sicherlich nicht unbekannte Firma Tishman Speyer den Japanern alle ursprünglichen Art-Déco Gebäude des Ensembles ab.
Tishman Speyer steht an der Spitze der globalen Immobilienindustrie, die Wurzeln der Firma gehen auf ein 1898 gegründetes Familienunternehmen zurück. Sie erwarb und entwickelte bis heute ein Portfolio von mehr als sieben Millionen Quadratmetern Fläche in den grössten Metropolen der U.S.A., in Europa und Lateinamerika, Gesamtwert: etwa zwanzig Milliarden U.S.-Dollar!
Und das wird Sie auch freuen:


Täglich besuchen rund zweihundertfünfzigtausend Menschen den Rockefeller Plaza Komplex. Die Besucher von Top of the Rock betreten den Komplex durch die Ladeneingänge von der 50th Street, zwischen der 5th und der 6th Avenue, gleich neben der berühmten Ladenmarkise. Danach gelangen sie zu Fuss oder via Rolltreppe zur „Mezzanine”-Ausstellungshalle. Während sie dort auf einen der Aufzüge warten, können sie eine Multimedia-Show auf Plasmabildschirmen verfolgen, die von der Geschichte des Rockefeller Centers erzählt.
Die Besucher besteigen dann einen der Sky Shuttle Lifts, die man sich als Zeit- und Lichtkapseln vorstellen kann. Ein durchsichtiges Glasdach erlaubt den Insassen, ihre eigene rapide Beschleunigung durch den Schacht in Richtung Dach und Licht zu beobachten — eine vertikale Zugfahrt sozusagen.
Vier Videoprojektoren benutzen das Glasdach des Aufzugs als Projektionsfläche und präsentieren schnelle Sequenzen mit Bildern vom Rockefeller Center aus den dreissiger Jahren bis heute. Saphirblaue Lichter blitzen innerhalb des Schachts als Symbol für den Abschluss eines Jahrzehnts. Die Aufzüge bringen die Besucher in den Grand Viewing-Raum auf der siebenundsechzigsten Etage. Von dort haben sie dann eine absolut freie Aussicht auf die meisten berühmten Sehenswürdigkeiten der Stadt, vom Chrysler Building zur Freiheitsstatue, den gesamten Central Park und den Hudson River bis zum East River.


Nur die beiden Türme des World Trade Centers an der Spitze von Manhattan — sorry to say — gehören leider nicht mehr zum Panorama, Mr. Rockefeller ...

… Die beiden „Schwurfinger des Kapitals” — abgehackt!

„Unsinn! Nicht im World Trade Center gab es den für globale Kartell-Kapitalisten wichtigsten Raum der Welt, der befindet sich — nach wie vor — im Rockefeller-Center.”

Was denn für ein Raum, Dag?

„Tatsächlich nicht bloss e i n Raum ... die gesamte Fläche der Stockwerke fünfundfünfzig und sechsundfünfzig in diesem Gebäudekomplex heisst im Sprachgebrauch der Rockefeller-Dynastie Room 5600 ...”

Wichtiger als alle Räume in deinem Glaspalast am East River, Dag?

„In meinem Glaspalast? ... Er war nie meiner! ...”

Dieser Glaspalast am East River, Mr. Rockefeller, war er nicht schon Ihr zweiter Versuch, einer Art Weltregierung zu einer Bleibe zu verhelfen?

„Nun, kurz nach dem Ersten Weltkrieg stiftete ich in der Schweiz, am Genfer See, einen Sitz für den neugeschaffenen Völkerbund, auch ‚Genfer Liga‘ genannt. Diese Liga sollte sowohl die internationale Kooperation fördern, in Konfliktfällen vermitteln, als auch die Einhaltung von Friedensverträgen überwachen.
Ich weiss nicht, ob man das Weltregierung nennen kann, es war eher der Vorgänger der von Ihnen geführten Vereinten Nationen, Mr. Hammarskjöld ...”

Und es war ein Art-Déco Gebäude — ganz im Stil Ihres späteren Rockefeller-Centers in New York, nicht wahr?

„Es war der Stil jener Zeit, gewiss!”

Und die Idee für den Entwurf einer weltweiten kosmopolitischen Föderation, wie sie in diesem Gebäude am Genfer See ihren Anfang nehmen sollte, entsprach die auch dem Stil jener Zeit?


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