“DIE VERSTÄNDNIS-BRÜCKE”

In seiner neuen wöchentlichen Radio-Serie nimmt Klaus Jürgen Schmidt die Hörer mit zu den Grenzen des Verständnisses von privater und professioneller Beobachtung fremden Verhaltens. Dass solche Grenzen von individuellen Erfahrungen in der frühen Biografie heranwachsender Menschen bestimmt werden, hatte er in seiner Sendereihe “Die Kinderbrücke” anhand von Erlebnissen der damals sechsjährigen Tochter während einer Südostasien-Reise zu deuten versucht. In dieser neuen Sendereihe erzählt er von seinem eigenen Hineinwachsen in den Beruf eines professionellen Beobachters der Fremde — und von den Erfahrungen seiner Familie auf ihrem "Weg nach Zimbabwe". Vor allem aber setzt er sich mit den Anstrengungen eines afrikanischen Volkes auseinander, nach langer europäischer Fremdbestimmung seine Identität zu finden.
Vierzig Jahre lang war Klaus Jürgen Schmidt als Rundfunk-Journalist und als Medien-Berater unterwegs in fremden Kulturen. Aus Afrika zurückgekehrt, engagiert er sich beim Bremer Bürgerradio als Geschichten-Erzähler.
 

 
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  10.08.2014
09:00 & 21:00
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    21.09.2014
09:00 & 21:00

Für Radio gibt es drei Kabelfrequenzen:
Netz Bremen: 101,85 MHz - Netz Oldenburg: 98,25 MHz - Netz Verden: 107,6 MHz
Über Antenne in Bremen: 92,5 MHz
 
     

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Jetzt gibt es eine komplett überarbeitete und erweiterte Version als neues Buch,
das einen Verlag sucht:
PUNKT
Reflektionen über 45 Jahre Leben und Arbeiten in der Auseinandersetzung mit der "Fremde"
Interessenten melden sich bitte bei:
KONTAKT:
KLAUS JÜRGEN SCHMIDT
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NACH VORWORT & ERSTLESER-MEINUNGEN!

PUNKT = Lebensmittelpunkt = HEIMAT

Was weiter weg ist vom Punkt heißt: FREMDE

Dieses Buch heißt:

PUNKT

… über Versuche, Heimat in der Fremde zu finden



Der Anfang eines Kreises ist immer ein Punkt.

Der Anfang eines Lebenskreises ist ein solcher Punkt.

Es gibt zwei Möglichkeiten, den Kreis eines Lebens zu definieren.

Meine erste Möglichkeit:

Wie beim Eintauchen eines Objekts in Wasser sich ausbreitende Wellenringe entstehen, entwickeln sich über Zeit und Raum um meinen Anfangspunkt konzentrische Kreise, Jahresringe, die sich mit Erfahrung füllen. Deren Abstand wird größer und größer, ich mag auch Fremdes kennenlernen, aber der Mittelpunkt bleibt meine Heimat.
Alles, was ich erfahre, orientiert sich an diesem Punkt.

Meine zweite Möglichkeit:

Es entwickeln sich keine konzentrischen Kreise um meinen Anfangspunkt. Statt dessen entsteht auf meiner Lebensreise ein Bogen, der über Zeit und Raum neue Lebensmittelpunkte mit neuen Kreisen in der Fremde aufweist. Mein Anfangspunkt ist dabei an den Rand dieser größer und größer werdenden Kreise gerückt.
Eine neue Heimat wird zu meiner Orientierung.

Soweit die Theorie …

PUNKT
Vorwort zur überarbeiteten und erweiterten Ausgabe
© Klaus Jürgen Schmidt – 2015


Dieses Buch war schon in der ursprünglichen Ausgabe konzipiert als persönlicher Rechenschaftsbericht, als Ausflug zu den Grenzen des Verständnisses von privater und professioneller Beobachtung fremden Verhaltens, die nach meiner Auffassung bestimmt werden von individuellen Erfahrungen in der frühen Biografie heranwachsender Menschen.
Mich hat immer gestört, so selten den Hintergrund von Welt-Erklärern erfahren zu haben, von jenen Journalisten und Schriftstellern also, die mir in Artikeln, Büchern, Film- und Fernsehdokumentationen ihre Sicht der Fremde vermittelten.

Ich hatte das Glück, daß meine eigene Annäherung an die Fremde nie den Karrierezwängen etablierter Kommunikationsapparate unterworfen war, etwa den Statuskämpfen um Korrespondenten-Posten. Und ich hatte das Glück, dabei das Verständnis und den Schutz meiner kleinen Familie zu haben, die mit mir bis nach Zimbabwe ging.

Das Buch beginnt mit einem “Plädoyer für ein anderes Korrespondieren” und erläutert die Notwendigkeit dafür anhand von über 40 Jahren beruflicher Erfahrungen daheim und in der Fremde.
Die Kapitel des zweiten Teils (die zusammen mit Kindern gelesen werden können) handeln von der Annäherung unserer damals sechsjährigen Tochter an das, was ihr – hoffentlich – nicht mehr Angst macht.
Der dritte Teil schildert, wie ich selber als Kind Junge-Pionier-Arbeit und “Völkerfreundschaft” à la DDR kennenlernte, um später in der Bundesrepublik Deutschland “Straßenrevolution” à la 1968 und das Ringen um Dritte-Welt-Solidarität beim Redakteursmarsch über Korridore öffentlich-rechtlicher Funkhäuser zu erleben. Dieser Teil reflektiert auch mein eigenes Hineinwachsen in den Beruf eines professionellen Beobachters der Fremde.
Der vierte Teil fasst Erlebnisse in Kambodscha und Vietnam zusammen, die aus journalistischer Beobachtung solidarisches Handeln werden liess.
Der fünfte Teil gibt die Erfahrungen einer Familie wieder, die nach zwanzigjährigem Reisen durch die Fremde in Zimbabwe angekommen war. Bei diesem Erfahrungsbericht geht es aber auch um die Anstrengungen eines afrikanischen Volkes, nach langer europäischer Fremdbestimmung seine Identität zu finden.
In Teil Sechs wird erkundet, was das Leben in einem Dorf Norddeutschlands mit alltäglichem Leben in Afrika zu tun bekommt:
“Über die Brücke in Dolldorf geht’s auch nach Afrika”. Vorgestellt wird dabei auch das in Zimbabwe selbst erprobte Modell für die Vermittlung von Medienkompetenz in der Südwelt: “Radio Bridge Overseas” – “Stimmen des Südens für Ohren im Norden“.
Im siebten Teil werden Erfahrungen bei der Rückkehr als Medienberater nach Kambodscha mit Abbruch-Tendenzen und Entwicklungsstörungen in Afrika in Zusammenhang gebracht.
Der achte Teil ist eine Würdigung des verstorbenen afrikanischen Vordenkers Ali Mazrui; zugleich wird gefragt, warum afrikanische Akademiker oft nicht heimkehren.
Im neunten Teil versuche ich zu erklären, weshalb nach 27 Jahren der Versuch gescheitert ist, mit dem Verständnis der Fremde in dieser Fremde eine neue Heimat zu finden.
Und im abschliessenden zehnten Teil geht es um die Frage, was Empathie und starke Bürger-Stimmen miteinander zu tun haben.
In allen Teilen eingepaßt sind Texte aus meinem online-Projekt
“TAZARA … mit der Eisenbahn durch die Weltgeschichte”, aus meinem Thriller-Roman “TROMMELN IM ELFENBEINTURM” sowie aus meinem Indochina-Buch “LEBEN IM REISFELD”.



ERSTLESER-MEINUNGEN

Lieber KJS!
... Eine solche Lebensbilanz als schluessigen Sachbericht anzugehen, dazu noch mit den Moeglichkeiten (und Fallstricken) des Hypertextes, verlangt einen ungeheuren Atem, und mein bisheriges Querlesen sagt mir: Sie haben ihn. Da mir Ihr Thema, mit dem Verstaendnis der Fremde in der Fremde eine neue Heimat zu finden, persoenlich sehr nahesteht, werde ich mich noch genauer mit dem Text beschaeftigen und mich dazu melden. ...
Wuenschenswert waere, wenn recht viele junge Journalisten in den Genuss Ihrer Erfahrungen kaemen.
Mit Gruss,
Otto Emersleben / Brunswick, Maine, U.S.A.
 
     
Lieber Herr Schmidt,
... Sie behandeln ein Thema, das mich z.Zt. auch sehr bewegt. Je laenger ich in Kambodscha bin, habe ich das Gefuehl, ich entferne mich immer mehr. Ich habe fuer mich das Wort "Fremdsein" erfunden. Dabei kommt fuer mich die Frage auf, wieweit es fuer mich auch das Fremdsein in Deutschland gibt? ...
Wir sind Fremde. Wir kommen aus einem industriellen Land und wir erzaehlen, erklaeren den Menschen hier oder irgendwo in Afrika wie was etc. zu machen ist. Unbewusst stellen wir uns auf eine andere Stufe. Es ist etwas anderes als wenn ich einem Englaender oder er mir etwas erklaeren will. Sie werden jetzt sagen, ich habe mich nicht auf eine hoehere Stufe gestellt, ich glaube, dass aber die Menschen es so sehen oder gesehen haben. Ich druecke mich sehr unbeholfen aus. Ich bin noch auf der Suche.
In meinen ganzen Ueberlegungen kommt aber das Wort "scheitern" nicht vor, und Sie sind es auch nicht.
Die Auseiandersetzung geht weiter.
Herzliche Gruesse von
Doris Boettcher / Phnom Penh, Kambodscha
 
 
... Interessenten fordern bitte zum Öffnen oder Herunterladen des pdf-Skripts beim Autor das PASSWORT an!    
 
 
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