Durch Radiobrücke Übersee versuchte ich einen virtuellen Brückenschlag zwischen Kulturen in Nord und Süd; Multimedia-Training & Multimedia-Produktion waren dafür das Vehikel — die simbabweschen Verhältnisse haben diese Bemühung beendet … Jetzt will ich Menschen unterschiedlicher Kulturen einladen, nach eigenen Brücken zu suchen — und das Vehikel dafür rollt diesmal über Afrikas Schienen.

Hier stelle ich eine Eisenbahn-Reise-Idee vor, für deren schrittweise Realisierung in Nord und Süd engagierte Mitmacher gesucht werden.

ACHTUNG: Die folgenden Ausführungen sind Copyright-geschützt!

BAHN-TOURISTIK IN AFRIKA:
ZUG-EINHEITEN ZUM MIETEN
© KJS - 2006

4 Gründe dafür:

1. In der Regel sind organisierte Reisen auf interessanten Bahn-Strecken in Afrika (Nostalgie-Züge wie ROVOS, oder "The Blue Train") nur für betuchte Touristen erschwinglich.

2. Egal ob auf regulären Strecken oder bei Spezial-Reisen privater Eisenbahn-Anbieter, der einmal festgelegte Fahrplan der Züge bleibt das wenig bewegliche Korsett der Angebote.

3. Ausflüge vom haltenden Zug weg zu lokalen Zielen abseits der Bahnstrecke bedürfen einer aufwendigen Vor-Ort-Organisation und sind für den Veranstalter, da oft mit Extra-Transport und Übernachtungen ausserhalb des Zuges verbunden, kostenträchtig.

4. Das Programm im Zug orientiert sich eher an nostalgischen Kolonialgeschichten, es bezieht selten die Kultur der Menschen ein, durch deren Gegend der Zug rollt.

DIE IDEE FÜR EIN UNTERNEHMEN

Eine Eisenbahnorganisation, als Partner in der süostafrikanischen Region, stellt kooperierenden Reiseveranstaltern kleine rollende Komplett-Units zur Verfügung, die aus jeweils mindestens 3 Spezial-Waggons bestehen und im Schienen-Netz des südlichen Afrika nach einem vom jeweiligen Veranstalter vorgegeben Plan Reisen von unterschiedlicher Dauer und mit unterschiedlichen Haltestationen absolvieren. Dabei werden diese Units innerhalb des südlichen Afrika — ähnlich wie Güterwaggons mit Fracht für unterschiedliche Ziele — von Eisenbahnorganisation zu Eisenbahnorganisation weitergereicht und — dem individuellen Plan folgend — an immer neuen Orten abgehängt und wieder abgeholt. Sehr unterschiedliche Eisenbahnreisen werden möglich in einem Schienen-Netz, das u.a. Südafrika, Namibia, Botswana, Simbabwe, Swaziland, Mozambik, Malawi, Sambia, Kongo und Tansania verbindet.



Die Waggons sind so gestaltet, dass mindestens 8 Passagiere komfortabel untergebracht und versorgt werden können, dazu die vom Veranstalter eingesetzte Reise- & Programmbetreuung (2) sowie das vom Vertragspartner (Eigner der Units) gestellte Personal: Unit-Management (1), Unit-Technik (1), Unit-Küche (2), Unit-Service (2).



Details zur Waggon-Gestaltung müssen durch Experten geklärt werden; zu den Vorgaben gehören:

— eigener Notgenerator für autonome Stromversorgung

— eigene Tanks für Brauch- und Trinkwasser

— 1 Büroabteil mit eigener, satelliten-gestützter Tele- oder Internet- Kommunikation

— 1 gas-betriebene Küche mit gekühltem Vorratsraum

— 3 komfortable Sanitäreinrichtungen (WC&Dusche)

— 10 komfortable Einzelschlafkojen, jeweils mit Aussenfenster

— 2 x 4-Betten-Abteil

— kombinierter Speise-, Aufenthalts- und Veranstaltungsraum

— Aussichtsplattform mit Panoramafenster

— und als Clou: durch autonome Mechanik aus der Unit abzusetzender und wieder einzuholender 4WD-Minibus für 12 Passagiere. Dieser vom Zug unabhängige Transport erlaubt es, auch von abgelegenen railway-sidings Exkursionen durchzuführen sowie die Versorgung mit frischen Lebensmitteln und in Notfällen autonome Beweglichkeit für die Passagiere sicherzustellen.

DIE IDEE ALS MITMACH-AKTION FÜR
EISENBAHN-VEREINE DES NORDENS


Die Tourismus-Zug-Idee ist für Eisenbahn-Fans auch als non-profit-Alternative denkbar. Sie würde Mitgliedern von Eisenbahn-Vereinen eine "Workcamp"-Erfahrung in Afrika vermitteln. Ein Sponsor müsste dafür gewonnen werden, von irgendeiner Railway Company in der Region drei ausgediente Waggons zu erwerben. Gleichzeitig wäre das Interesse von Eisenbahner-Clubs in der Nordwelt zu mobilisieren. Die schicken pensionierte Fachleute als Basteltrupps auf Abenteuer-Urlaub. Am Ende stünde eine oben schon beschriebene mobile Unit zur Verfügung, die dann in "mixed trains" gezogen und wie Fracht-Waggons an vorgegebenen "sidings" abgehängt und abgeholt wird. Der Sponsor würde den Betrieb organiseren und werbewirksam mit seinem Namen verbinden. Touristik-Unternehmen in Übersee könnten die Unit für eigene Reiseprogramme mieten. Die an der Arbeit beteiligten Clubs hätten immer Anspruch auf ein paar kostenlose Mitreise-Plätze im Rahmen eines "time sharing"-Konzepts ...

Und jetzt?

DAMPF MACHEN FÜR DIESE IDEE!

Wer ist dabei?

Kontakt: Klaus Jürgen Schmidt
radiobridge@aol.com
 
 
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